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Kleiner Bramfelder See: Zustand erkannt – Entschlammung weiter auf unbestimmte Zeit vertagt

Der Kleine Bramfelder See, auch als Alter Teich bekannt, steht seit Jahren in der Kritik: fortschreitende Versandung, sinkender Wasserstand und spürbare Auswirkungen auf den ökologischen Zustand sowie den Fischbestand prägen das Bild vor Ort. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse an der Frage, ob und wann Abhilfe geschaffen wird.

Nach Einschätzung des Bezirksamts Wandsbek habe sich der Zustand des Gewässers jedoch bereits verbessert. Maßgeblich hierfür sei die Reparatur des Wehres Ende des Jahres 2020 gewesen. Die aktuell bestehenden wasserwirtschaftlichen Defizite beschränkten sich demnach auf eingeschränkte Wassertiefen im Einlaufbereich und in den Randzonen sowie auf eine zunehmende Verlandung des kleinen Vorteichs im Norden. Die zentrale Funktion des Alten Teichs als Rückhalteraum sei durch den Sedimentaufwuchs nicht beeinträchtigt.

Eine vertiefende Bewertung des Gewässerzustands soll perspektivisch durch ein gewässerökologisches Gutachten erfolgen. Dieses Vorhaben wird beim Bezirksamt Wandsbek jedoch lediglich als sogenanntes „Nachrückerprojekt“ im Arbeitsprogramm der Wasserwirtschaft geführt (Drs. 22/1385 der Bezirksversammlung Wandsbek).

Konkret heißt das: Ein Termin für eine Entschlammung oder Ausbaggerung des Kleinen Bramfelder Sees ist derzeit nicht absehbar. In der Entschlammungsbedarfsplanung aus dem Jahr 2021 rangiert der Alte Teich lediglich hinter fünf anderen prioritären Gewässern und gehört damit zu insgesamt fünf weiteren Nachrückern.

Für viele Anwohnende bleibt damit der Eindruck bestehen, dass der seit Jahren sichtbare Handlungsbedarf zwar anerkannt wird, konkrete Maßnahmen jedoch weiterhin aufgeschoben werden.