Klimaplan der CDU geführten Bundesregierung ambitionierter als der vom Hamburger Senat

Der grüne Umweltsenator suggeriert immer wieder, Spitzenreiter beim Klimaschutz zu sein. Doch immer wieder bestehen seine Aussagen den Faktencheck nicht.

 

Der Bundestag hat kürzlich das Klimaschutzgesetz novelliert. Mit dem Gesetz wird das Ziel der Klimaneutralität der Bundesrepublik Deutschland, um fünf Jahre auf 2045 vorgezogen. Es wurden zudem höhere Zwischenziele für 2030 von 65 Prozent und 2040 88 Treibhausgasminderung gegenüber dem Durchschnittswert von 1990 beschlossen. Nach dem Jahr 2050 strebt die Bundesregierung negative Emissionen an. Dann soll Deutschland mehr Treibhausgase in natürlichen Senken einbinden, als es ausstößt.

 

Die Hansestadt Hamburg hinkt in ihrer Zielsetzung dem Bund hinterher. Nach § 4 des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes (HmbKliSchG), wird eine weitgehende Klimaneutralität von 95 % erst im Jahr 2050 angestrebt. Der Zwischenschritt von 55 % Emissionssenkung bis 2030, liegt 10 % unter den Bundesplänen.

 

Dem Spiegel-Magazin vom 14.08.2021 (Seite 6) ist zu entnehmen, dass Deutschland 88 Prozent der CO2-Emissionen bis 2030 einsparen müsste, um einen fairen Anteil am Erreichen des 1,5 Grad Limits zu leisten. Das sagen keine Aktivisten, das sagt ein Mitglied des Sachverständigtenrates für Umweltfragen, der die Bundesregierung berät.

 

Der Umweltsenator möchte nach seinen aktuellen Planungen, welche der Koalitionspartner SPD abgelehnt hat, erst 2035 die 88 Prozent erreichen. Somit wäre mit seinen Planungen das 1,5 Grad Ziel nicht umsetzbar.

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