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Leerstand und Müllchaos im EKZ Steilshoop: Behörden können Verstöße noch immer nicht bewerten

Seit Monaten erreichen mich Hinweise zu leerstehenden Wohnungen im Bereich des Steilshooper Einkaufszentrums und des Ärztehauses. Die Antwort des Senats zeigt nun: Die Vorwürfe werden geprüft, ein Ergebnis liegt jedoch weiterhin nicht vor.

Das Bezirksamt hat nach eigenen Angaben die Hinweise aufgenommen und den Eigentümer zu Mietverhältnissen, Leerständen sowie deren Dauer und Gründen befragt. Die angeforderten Informationen liegen bislang jedoch nicht vollständig vor. Deshalb kann die Verwaltung derzeit nicht beurteilen, ob Verstöße gegen das Hamburgische Wohnraumschutzgesetz vorliegen.

Gerade in einer Stadt mit Wohnungsmangel ist diese Situation schwer nachvollziehbar. Während viele Menschen dringend Wohnraum suchen, bleibt offen, ob Wohnungen möglicherweise leer stehen und warum die Prüfung so lange dauert.

Auch beim Ärztehaus Steilshoop offenbaren die Senatsantworten erhebliche Probleme. Die Zustände im Müllraum der Gründgensstraße 26 sind den Behörden seit längerem bekannt. Festgestellt wurden unter anderem starke Verschmutzungen durch Taubenkot, ein verwahrloster Müllraum, fehlende Taubenabwehrmaßnahmen sowie hygienische und arbeitsschutzrechtliche Probleme.

Die Stadtreinigung Hamburg hat deshalb sogar den Transportservice für die Mülltonnen eingestellt. Grund sind die baulichen Gegebenheiten und die Gesundheitsgefährdung für die Beschäftigten. Ein Behältertausch wurde zwar auf Kosten der Hausverwaltung durchgeführt, doch bereits kurze Zeit später waren die Müllbehälter erneut erheblich verschmutzt.

Besonders deutlich ist die Kritik der Behörden an der Hausverwaltung. Zwar wurden wiederholt Reinigungen angekündigt, diese waren laut Senat jedoch nachweislich unzureichend. Trotz mehrfacher Aufforderungen konnte kein dauerhaft hygienischer Zustand hergestellt werden.

Aktuell liegen keine gesicherten Erkenntnisse über einen Rattenbefall vor. Die Stadtreinigung weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die bestehenden Zustände die Ansiedlung von Schädlingen begünstigen können.

Die Antworten des Senats zeigen ein ernüchterndes Bild: Offene Fragen zum möglichen Wohnungsleerstand und seit längerem bekannte hygienische Missstände im Bereich des Ärztehauses. Die Verantwortlichen müssen jetzt liefern. Die Menschen in Steilshoop haben Anspruch auf saubere Verhältnisse und Klarheit darüber, ob vorhandener Wohnraum tatsächlich genutzt wird.