Im Zuge der energetischen und sicherheitstechnischen Sanierung der Sporthalle auf dem Campus Steilshoop häufen sich Beschwerden aus der Nachbarschaft: Trotz laufenden Schul- und Sportbetriebs ist das Gelände in einem besorgniserregenden Zustand – wie die beigefügten Fotos eindrücklich dokumentieren.
Überall auf dem ehemaligen Sportfeld finden sich verstreut Baumaterialien, Paletten, Folien, Elektroschrott und anderer Unrat. Besonders besorgniserregend: Die Müllablagerungen befinden sich in direkter Nähe zu Bereichen, die weiterhin von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Eltern, Anwohnerinnen und Anwohner haben sich mehrfach über die Gefahrenlage beschwert.
Vor diesem Hintergrund hatte ich den Senat um eine Stellungnahme gebeten. Die Antwort fällt ernüchternd aus. Wörtlich heißt es:
„Die Baustelle wird ordnungsgemäß geführt und wird laufend durch die am Bau Beteiligten kontrolliert.“
Weiter heißt es, dass es sich bei einem Teil des Mülls um „von außen stammenden“ Abfall handele. Man versichere, dass dieser „nach Bedarf“ entfernt werde. Eine klare Kontrolle oder verbindlicher Reinigungsplan? Fehlanzeige.
Nicht nachvollziehbar
Wie die Fotos zeigen, ist die Realität vor Ort eine andere: Die Bauabfälle liegen offen herum – abgesichert ist hier wenig bis nichts. Besonders kritisch ist, dass die zuständige Behörde – trotz mehrfacher Hinweise – „keine Auffälligkeiten festgestellt“ haben will. Diese Einschätzung ist angesichts der offensichtlichen Umstände nicht nachvollziehbar.
Wer kontrolliert – und wann?
Ich habe daher konkret nachgefragt:
Welche Stelle des Senats hat die Baustelle zu welchem Zeitpunkt kontrolliert und welche Feststellungen wurden dokumentiert?
Die Antwort bleibt vage. Klare Angaben zu Kontrollen oder Protokollen fehlen.
Fazit:
Wenn der Senat eine Baustelle als „ordnungsgemäß geführt“ bezeichnet, die so aussieht wie auf den Fotos, stellt sich die Frage nach den Maßstäben. Dass Kinder und Jugendliche sich weiterhin in unmittelbarer Nähe dieser Müllflächen aufhalten müssen, ist inakzeptabel. Es braucht jetzt schnelle, gründliche Reinigung – und eine ernsthafte Kontrolle.
Die angekündigte zeitnahe Beräumung des Sportfeldes ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung – sie kommt aber zu spät. Es darf nicht sein, dass der Schutz der Kinder und die Sauberkeit des Quartiers erst nach wiederholtem öffentlichen Druck ernst genommen wird.
Ich werde weiter dranbleiben – für ein sauberes und sicheres Steilshoop.
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