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Nach spektakulärem Fund: Findling „Bramfels“ offiziell benannt

Im Zuge der Bauarbeiten für die neue U-Bahn-Linie U5 Hamburg ist in Hamburg-Bramfeld vor wenigen Wochen ein außergewöhnlicher Fund gemacht worden: Ein rund 22 Tonnen schwerer Großfindling wurde freigelegt. Mit einem Volumen von etwa acht Kubikmetern zählt der Stein zu den größten seiner Art in Hamburg und gilt als viertgrößter Findling der Stadt.

Nun ist der Fund auch offiziell benannt worden. Die Hamburger Umweltsenatorin hat dem Findling den Namen „Bramfels“ verliehen. Vorausgegangen war ein öffentlicher Aufruf, bei dem Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge einreichen konnten.

Die Resonanz fiel groß aus: Hunderte Ideen gingen ein. Die Vorschläge reichten von Anspielungen auf bekannte Findlinge bis hin zu kreativen und humorvollen Namen. Unter anderem wurden Varianten mit regionalem Bezug, geologischen Anspielungen oder auch augenzwinkernden Bezeichnungen eingereicht.

Am Ende fiel die Entscheidung auf „Bramfels“. Der Name verbindet den Fundort Bramfeld mit der typischen Bezeichnung für Felsgestein und setzte sich sowohl bei der Online-Beteiligung als auch bei weiteren Rückmeldungen deutlich durch.

Der Fund selbst ist nicht nur aus geologischer Sicht bemerkenswert. Er steht zugleich symbolisch für die Verbindung von Stadtentwicklung und Geschichte. Während im Untergrund die Infrastruktur für die Zukunft entsteht, treten gleichzeitig Spuren aus vergangenen Eiszeiten zutage.

Auch aus Sicht der Projektverantwortlichen stellt der Fund eine Besonderheit dar. Der Findling wurde während der Bauarbeiten gesichert und derzeit am Rand der Baustelle gelagert.

Noch nicht entschieden ist hingegen, wo der „Bramfels“ künftig seinen festen Platz finden soll. Ziel ist es, einen geeigneten Standort im öffentlichen Raum zu finden, an dem der Stein dauerhaft sichtbar bleibt. Dabei sollen verschiedene Aspekte wie Zugänglichkeit, städtebauliche Einbindung und die Nähe zum Fundort berücksichtigt werden.

Damit könnte der Findling künftig nicht nur als geologisches Objekt, sondern auch als sichtbares Erinnerungsstück an die Bauphase der U5 in Bramfeld dienen.