Die Planungen für eine öffentliche Badestelle in der Außenalster nehmen konkretere Formen an. Der Hamburger Senat hat gemeinsam mit Bäderland Hamburg GmbH erste Visualisierungen und Konzeptideen für ein mögliches Naturfreibad am Standort Schwanenwik vorgestellt. Ziel der Planungen ist die Schaffung eines modernen, öffentlich zugänglichen Naturfreibads nach skandinavischem Vorbild.
Die Idee knüpft an die Geschichte des Ortes an: Bereits im Jahr 1869 wurde am Schwanenwik eine öffentliche Badeanstalt eröffnet. Diese wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zurückgebaut. Mit dem neuen Projekt soll die Tradition des innerstädtischen Badens wiederbelebt werden.
Nach den bislang vorgestellten Konzepten ist ein direkt in die Außenalster integriertes Freibad vorgesehen. Geplant sind ein unbeheiztes Schwimmbecken sowie zwei separate Kinderbecken. Gleichzeitig soll die bestehende Alsterwiese neugestaltet werden, ohne ihren Charakter als frei zugänglicher Treffpunkt grundlegend zu verändern.
Im Mittelpunkt der technischen Überlegungen steht ein biologisches Filtersystem zur Aufbereitung des Alsterwassers. Vorgesehen ist eine Kombination aus bepflanzten Schilfzonen entlang des Ufers und ergänzender Filtertechnik an den Steganlagen. Dadurch soll die Wasserqualität dauerhaft gesichert und zugleich der Schutz der Natur- und Uferbereiche gewährleistet werden.
Die Entwürfe sehen außerdem einen begehbaren Hügel im nordöstlichen Bereich der Anlage vor. Dieser könnte zusätzliche Aufenthaltsflächen schaffen und zugleich einen Blick über die Außenalster ermöglichen. In diesem Bereich sollen nach den bisherigen Planungen auch Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen sowie gastronomische Angebote untergebracht werden.
Das Projekt ist nach Angaben des Senats nicht ausschließlich für die Sommermonate gedacht. Vielmehr soll der Standort ganzjährig als öffentlicher Aufenthaltsort nutzbar sein. Vergleichbare Konzepte existieren unter anderem in den skandinavischen Hauptstädten Kopenhagen und Oslo.
In den kommenden Monaten sollen nun die Detail- und Machbarkeitsprüfungen vertieft werden. Dabei geht es unter anderem um Fragen der Wasseraufbereitung, des Naturschutzes, der Sicherheit, des Betriebs und der Finanzierung. Gleichzeitig sollen auch die Interessen anderer Nutzergruppen der Außenalster berücksichtigt werden – darunter die Betreiber der Alsterdampfer sowie Wassersportvereine und Freizeitsportler.
Parallel dazu prüfen Bäderland Hamburg GmbH und die zuständigen Behörden weitere potenzielle Standorte für öffentliche Badestellen im Hamburger Stadtgebiet. Als mögliche Orte werden unter anderem der Harburger Binnenhafen sowie der Billebogen genannt.



