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Neues Faltblatt informiert über Pflege von Entwässerungsgräben in Wandsbek

Entwässerungsgräben sind in vielen Teilen Wandsbeks ein wichtiger Bestandteil des Regenwassermanagements. Angesichts zunehmender Starkregenereignisse weist das Bezirksamt Wandsbek darauf hin, dass Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer für die Pflege und Unterhaltung von Gräben auf ihrem Grundstück verantwortlich sind. Zur Information hat das Bezirksamt nun ein neues Faltblatt veröffentlicht.

Das Faltblatt liegt ab sofort in den Dienststellen des Bezirksamtes kostenlos aus. Zudem steht eine digitale Version unter hamburg.de/go/1175344 zum Download bereit.

Die Broschüre erläutert die Bedeutung von Entwässerungsgräben für den Wasserabfluss und den Hochwasserschutz. Offene Gräben und Mulden nehmen Regen- und Oberflächenwasser auf, leiten es ab und ermöglichen gleichzeitig die Versickerung und Verdunstung von Wasser. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Wasserkreislauf. Darüber hinaus bieten sie Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Damit diese Systeme dauerhaft funktionieren, müssen Gräben regelmäßig kontrolliert und von Hindernissen freigehalten werden. Das Bezirksamt erinnert daran, dass Laub, Gartenabfälle, Gegenstände oder bauliche Hindernisse den Wasserabfluss beeinträchtigen und bei Starkregen zu Rückstau oder Überschwemmungen führen können. Nach dem Hamburgischen Wassergesetz sind die Eigentümer grundsätzlich für die Unterhaltung der auf ihrem Grundstück verlaufenden Entwässerungsgräben verantwortlich.

Gleichzeitig wirbt das Bezirksamt für eine naturnahe Pflege. Gräben und ihre Böschungen sollen nicht wie ein Zierrasen behandelt werden, sondern möglichst vielfältige Lebensräume für Insekten und andere Tiere bieten. Regelmäßige, aber maßvolle Pflege sei dabei ausreichend, um sowohl den Wasserabfluss als auch die Artenvielfalt zu sichern.

Für Ende August plant das Bezirksamt außerdem einen Aktionstag rund um das Thema Entwässerungsgräben. Bürgerinnen und Bürger sollen dabei die Möglichkeit erhalten, sich direkt vor ihrer Haustür zu engagieren. Auch Schulen und Kitas können sich beteiligen und Gräben in ihrem Umfeld in den Blick nehmen.

Neben der Gewässerpflege soll dabei insbesondere die Artenvielfalt thematisiert werden. Einige Gräben sind nach Angaben des Bezirksamtes von invasiven Neophyten betroffen. Dabei handelt es sich um eingeschleppte Pflanzenarten, die sich stark ausbreiten und heimische Arten verdrängen können. Durch regelmäßige Pflege und kleinere lokale Maßnahmen könne hier oft bereits viel erreicht werden.

Weitere Informationen zum geplanten Aktionstag will das Bezirksamt rechtzeitig bekanntgeben.

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