Neugestaltung des Bramfelder Kriegerdenkmals – Was ist genau geplant?

Entstehen soll ein 26 Meter langen Steg aus strukturiertem Beton als Zugang, eine Plattform (Durchmesser rund neun Meter) mit umlaufender Bank zum Gedenken und Verweilen und ein rund 130 Quadratmeter großes Feld mit 55 hölzernen Stelen, die zwischen drei und sechs Meter Höhe erreichen. Zur Statue des Soldaten hin sollen sich die Stelen verdichten. Die Stelen symbolisieren Krieg und Zerstörung und sind in unterschiedlichem Maße geflammt und verwundet. Damit soll der überdimensionierte Krieger aus unterschiedlichsten Perspektiven von den Stelen eingerahmt werden und den Betrachter dazu anregen, über die Szenerie nachzudenken.

 

Die Planungen wurden nach jahrelanger Forderung einer Friedensinitiative gestartet. Einige Anwohnerinnen und Anwohner sind gegen die Umgestaltung. Was meinen Sie?

Bereits in der Vergangenheit habe ich Ihnen von den Plänen zur Neugestaltung des Kriegerdenkmales am Kleinen Bramfelder See berichtet. Kürzlich machte das Denkmal Schlagzeilen, als es Unbekannte mit roter Farbe beschmierten.

 

Wie genau soll das neugestaltete Denkmal nun jedoch aussehen?

 

Auf der Bramfelder Stadtteilkonferenz im April haben die Bramfelder Innenarchitektin Alke de Luise – Siegerin des öffentlichen Ideenwettbewerbs – und der Landschaftsarchitekt Nicolaus von Hantelmann den schon beinahe finalisierten Entwurf für das kommentierende Denkmal vor dem Granitsoldaten von 1935 am Kleinen Bramfelder See vorgestellt.

 

Das ursprüngliche Denkmal wird dabei unberührt bleiben, auf der vorgelagerten Wiese soll ein Komplex entstehen, welcher einen neuen Kontext schaffen soll.

 

Das Vordenkmal wird aus drei Elementen bestehen: einem barrierefreien, rund 26 Meter langen Steg aus strukturiertem Beton als Zugang vom Wanderweg über die sumpfige Wiese, einer Plattform (Durchmesser rund neun Meter) mit umlaufender Bank zum Gedenken und Verweilen und einem rund 130 Quadratmeter großen Feld mit 55 hölzernen Stelen, die zwischen drei und sechs Meter Höhe erreichen. Zur Statue des Soldaten hin sollen sich die Stelen verdichten.

 

Die Stelen symbolisieren Krieg und Zerstörung und sind in unterschiedlichem Maße geflammt und verwundet. Damit soll der überdimensionierte Krieger aus unterschiedlichsten Perspektiven von den Stelen eingerahmt werden und den Betrachter dazu anregen, über die Szenerie nachzudenken. Der heroische Charakter des ursprünglichen Denkmals soll dabei in den Hintergrund treten und in Beziehung zu den verehrenden Folgen von Zerstörung und Gewalt gesetzt werden.

 

Das Ensemble wird – so weit möglich – graffiti- und vandalismusresistent ausgeführt. Die Finanzierung scheint gesichert zu sein. Insgesamt 440.000 Euro sind dafür bereits bewilligt worden, der Hauptanteil kommt aus dem Sanierungsfond der Bürgerschaft.

 

Ausgangspunkt für die Neugestaltung war, dass die Friedensinitiative das Denkmal als kriegsverherrlichend eingestuft und einen Abriss bzw. eine Kommentierung gefordert hat. Das Denkmal einfach abzureißen war jedoch keine Lösung. Nun regt sich jedoch Widerstand gegen das Vorhaben. Anwohnerinnen und Anwohner klagen über die geplante Versiegelung der Fläche.

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