Nachdem sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei mir gemeldet haben, weil die von Miamedes benannte E-Mail-Adresse zur Anforderung der Patientenakten nicht mehr erreichbar ist und auf Anfragen keinerlei Reaktion erfolgt, habe ich mich direkt an die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) gewandt. Viele Betroffene stehen vor dem gleichen Problem: Sie benötigen dringend ihre Behandlungsunterlagen – etwa für einen Arztwechsel oder eine laufende medizinische Versorgung – kommen aber aktuell nicht weiter.
Die KV Hamburg hat mir hierzu nun klare und hilfreiche Informationen übermittelt.
Datenschutzbehörde ist zuständig
Für die Durchsetzung von Auskunftsersuchen und die Herausgabe von Patientenakten ist in diesem Fall der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit zuständig. Dies wurde mir ausdrücklich von einer Mitarbeiterin der Behörde bestätigt.
Betroffene Patientinnen und Patienten können dort eine formelle Beschwerde einreichen. Dies ist online möglich über die Website
www.datenschutz-hamburg.de → ganz unten Service → Beschwerde einreichen.
Weitere Wege für Betroffene
Darüber hinaus bestehen zwei weitere Möglichkeiten, um an Behandlungsdaten zu gelangen:
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Kontaktaufnahme mit der eigenen Krankenkasse, die häufig bei der Beschaffung von Unterlagen unterstützen kann.
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Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, die unter der E-Mail-Adresse
behandlungsdaten@kvhh.de Anfragen von betroffenen Patientinnen und Patienten entgegennimmt.
Diese Wege können parallel genutzt werden und erhöhen die Chancen, zeitnah an die dringend benötigten Unterlagen zu kommen.
Mir ist bewusst, wie belastend diese Situation für viele ist – gerade, wenn medizinische Informationen dringend gebraucht werden. Ich bleibe an dem Thema dran und stehe weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Wer betroffen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich gern weiterhin bei mir melden.

