Am 27.05.2026 habe ich Schüler aus ganz Hamburg zu einem besonderen Austausch ins Hamburger Rathaus eingeladen. Ziel war es, jungen Menschen den politischen Alltag in der Hamburgischen Bürgerschaft näherzubringen – und zwar nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch.
Die Schülerinnen und Schüler schlüpften dabei selbst in die Rollen verschiedener Parteien. In simulierten Debatten mussten sie Positionen der AfD, der Linken, der Grünen, der SPD oder der CDU vertreten. Dabei ging es nicht darum, die eigene Meinung wiederzugeben, sondern zu verstehen, wie politische Debatten funktionieren, wie Argumente aufgebaut werden und wie schwierig es sein kann, eine Position gegen Zwischenrufe, kritische Nachfragen oder gegensätzliche Meinungen zu verteidigen.
Gerade dieser Perspektivwechsel war besonders spannend. Die Jugendlichen konnten erleben, wie emotional Diskussionen werden können, wie schnell populistische Aussagen wirken und wie wichtig es ist, sachlich und klar zu argumentieren. Gleichzeitig wurde deutlich, wie anspruchsvoll demokratische Debatten tatsächlich sind.
Für mich ist es enorm wichtig, jungen Menschen politische Abläufe näherzubringen. Unsere Schülerinnen und Schüler sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Deshalb müssen wir ihnen zeigen, wie Demokratie funktioniert, wie man sich mit Argumenten auseinandersetzt und wie man Populismus erkennt und ihm begegnet.
Der direkte Austausch im Rathaus war dafür genau der richtige Rahmen. Politik lebt vom Mitmachen, vom Diskutieren und vom gegenseitigen Zuhören. Es hat mich sehr gefreut, den Abend gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in der Bürgerschaft verbringen zu dürfen.

