Stadt Hamburg hat den PV-Ausbau auf eigenen Immobilien verschlafen – SPD nimmt Klimaschutz nicht ernst – Alle potenziellen Dächer sollten ausgeschrieben werden

Der zuständige SPD-Senator Dressel hat den PV-Ausbau auf stadteigenen Dachflächen verschlafen. Seit 2019 wollte der Senat den Ausbau angehen. Erst 2021 hat man nach Antrag der CDU-Fraktion vollumfänglich geprüft. Um die Klimaziele zu erreichen, muss endlich schnell gehandelt werden. Erst sechs der mehr als 700 stadteigenen Immobilien in Zuständigkeit von Sprinkenhof weisen eine PV-Anlage auf.

 

Aus der Sicht der CDU-Fraktion sollten daher alle potenziellen Dachflächen hinsichtlich der Ertüchtigung von PV-Anlagen geprüft werden und anschließend sollte eine Ausschreibung erfolgen. Die Firmen, welche die höchste Pacht und die schnellste Umsetzung garantieren können, erhalten die Flächen zur Ertüchtigung. So würde Hamburg schnellstmöglich alle potenziellen Dachflächen mit PV-Anlagen ausstatten können. Das wäre ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz.

Immer wieder teilen mir grüne Abgeordnete mit, dass die Hamburger SPD den Klimaschutz bremst. Der für die stadteigenen Immobilien zuständige Senator Dressel verkündet immer wieder, wie weit die Stadt schon beim Ausbau sei und dass man bereits seit Jahren daran arbeitet.

 

Jedoch besteht auch Herr Dressel den Faktencheck nicht. Seit 2019 wollte der Senat den Ausbau von PV-Anlagen auf städtischen Immobilien vorantreiben. Eine vollumfängliche Überprüfung des Immobilienbestandes ist gemäß Drucksache 22-5414 erst im März 2021 beauftragt worden. Viel zu spät. Die CDU hatte bereits 2020 einen entsprechenden Antrag gestellt. Wenn der Senator den Klimaschutz ernst genommen hätte, hätte er spätestens 2020 angefangen. Nun ist man noch ganz am Anfang.

 

Es ist immer noch nicht geprüft worden, ob die Immobilien in Verwaltung von Sprinkenhof überhaupt für PV-Anlagen geeignet sind (Denkmalschutz, Last, Wirtschaftlichkeit etc.). Nach Analyse des Portfolios der Sprinkenhof GmbH, sind derzeit sechs PV-Anlagen auf Dachflächen von Sprinkenhof vorhanden – bei einem Bestand von mehr als 700 Immobilien.

 

Nun will man angeblich das Tempo erhöhen. Dabei möchte sich der Senat bei der Schaffung von PV-Anlagen auf Hamburg Energie (HES) verlassen. Die HES hat ein Portfolio von ca. 12 MW in den letzten Jahren errichtet. Nicht wirklich viel. Bei HES möchte man dafür weiteres Personal einstellen, was sicherlich auch wieder wertvolle Zeit in Anspruch nimmt. Aus der Sicht der CDU-Fraktion sollten alle potenziellen Dachflächen hinsichtlich der Ertüchtigung von PV-Anlagen geprüft werden und anschließend sollte eine Ausschreibung erfolgen.

 

Die Firmen, welche die höchste Pacht und die schnellste Umsetzung garantieren können, erhalten die Flächen zur Ertüchtigung. Eine Teilausschreibung ist möglich. So würde Hamburg schnellstmöglich alle potenziellen Dachflächen mit PV-Anlagen ausstatten. Fokussiert man sich zu sehr auf einen Anbieter, läuft man Gefahr, dass der Ausbau nicht so schnell vorankommt, wie gewünscht.

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