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Raff: Letzter Schlachter Bramfelds – Handwerk, Herzblut und ein Stück Heimat – Mit Video vom Hof, von dem die Schweine stammen

In Bramfeld beim Bramfelder Dorfplatz 19, gegenüber der Haspa gibt es ihn noch – den letzten echten Schlachter. Seit über 40 Jahren befindet sich an diesem Ort ein Fleischerfachgeschäft, das weit mehr ist als nur ein Laden. Hier wird noch echtes Handwerk gelebt – mit Tradition, regionaler Verantwortung und Leidenschaft für Qualität.

Der Familienbetrieb Raff steht seit Jahrzehnten für ehrliche, handgemachte Produkte. Ob Roastbeef, Wurst oder Kassler – alles entsteht hier in sorgfältiger Handarbeit. Keine Fertigware, keine Tütenküche. Wer hier einkauft, bekommt Fleisch, das seinen Namen verdient – mit Geschmack und Herkunft, die man kennt und nachvollziehen kann.

Die Schweine stammen von einem Hof mit großzügigem Freilauf, die Rinder von verschiedenen Höfen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen
sowie von Herbert Kruse – mit viel Platz und guter Pflege. Die Videos und Bilder vom Schweinehof zeigen eindrucksvoll: Hier geht es den Tieren gut. Sie haben Platz, frische Luft und Auslauf – ein Anblick, der in Zeiten industrieller Tierhaltung selten geworden ist.

Auch der Zusammenhalt in Bramfeld ist Teil dieser Geschichte. Das Team besteht überwiegend aus Bramfeldern, der Betrieb unterstützt unter anderem den Bramfelder SV. Trotz der massiven Einschränkungen durch die zahlreichen Baustellen im Stadtteil hält man hier zusammen – Kundschaft, Mitarbeiter, Nachbarn.

Zum 1. April 2025 stand ein bedeutender Generationswechsel an: Tobias Orthmann hat den Betrieb von Karsten Raff übernommen. Orthmann begann hier einst als Auszubildender, legte 2022 erfolgreich seine Meisterprüfung ab und kehrte nun als neuer Inhaber zurück. Karsten Raff bleibt dem Geschäft erhalten – mit seiner ganzen Erfahrung und Leidenschaft für das Fleischerhandwerk.

Damit ist gesichert: Bramfeld behält sein traditionsreiches Fleischerfachgeschäft. In Zeiten, in denen handwerkliche Metzgereien in Hamburg immer seltener werden, ist das keine Selbstverständlichkeit – sondern ein Stück gelebte Stadtteilkultur.

Wer regionale Produkte schätzt, wer echtes Handwerk unterstützen will und wem das Herz an Bramfeld hängt, der sollte diesen Betrieb nicht nur kennen, sondern bewusst fördern. Denn solche Betriebe sind mehr als nur Geschäfte – sie sind Teil unserer Identität. Und auch wenn es durch die U5-Baustelle momentan nicht immer leicht ist, dorthin zu kommen – der Weg lohnt sich allemal.