An der Fabriciusstraße, Ecke Berner Chaussee, hält sich seit einiger Zeit ein Obdachloser auf. Grundsätzlich ist dies kein Problem – doch durch die zunehmende Ansammlung und Verteilung von Abfällen hat sich die Situation zuletzt deutlich verschärft. Anwohnerinnen und Anwohner berichten inzwischen von einer starken Rattenpopulation, die auch tagsüber sichtbar und ohne Scheu unterwegs ist. Die Stadtreinigung hat den Bereich zwar mehrfach gesäubert, doch das Problem bleibt bestehen und stellt ein ernstes Hygiene- und Gesundheitsrisiko dar.
Um eine nachhaltige Lösung zu finden, wird inzwischen auch über bauliche Maßnahmen wie eine Umzäunung des Bereichs nachgedacht. Auf eine Anfrage hin teilte der Senat mit, dass das Institut für Hygiene und Umwelt am 29. September 2025 einen Hinweis über Rattensichtungen im Bereich Bramfelder Chaussee 329 / Ecke Fabriciusstraße erhalten habe. Bei einer Begehung am 30. September 2025 sei jedoch kein offensichtlicher Befall festgestellt worden.
Zur weiteren Prüfung wurden drei Rattenköderboxen in den öffentlichen Anpflanzungen aufgestellt. Diese sollen in Kalenderwoche 41 kontrolliert werden. Abhängig vom Ergebnis sollen dann mögliche weitergehende Maßnahmen eingeleitet werden.
Bei der Begehung wurde außerdem festgestellt, dass der Bereich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vermüllt war und die obdachlose Person nicht anwesend war.
Der Senat verweist zudem auf bestehende Hilfsangebote: Bürgerinnen und Bürger, die obdachlose Menschen in schwierigen Situationen antreffen, können sich über die Bürgerhotline 040 428 25 5000 an die Sozialarbeitenden der Bezirke wenden. Diese prüfen den individuellen Unterstützungsbedarf und binden bei Bedarf weitere Akteure ein. Zusätzlich stehen ein umfangreiches Netz an niedrigschwelligen Hilfen wie Tagesaufenthalte, Notschlafstätten und medizinische Angebote zur Verfügung.
Die Lage an der Fabriciusstraße zeigt exemplarisch, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Stadtreinigung, Gesundheitsamt und Sozialbehörden ist. Nur wenn Hygiene, Sicherheit und soziale Unterstützung zusammengedacht werden, kann eine nachhaltige Lösung für alle Beteiligten entstehen – für Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie für die Betroffenen selbst.


