Der Stadtteil Steilshoop ist Teil des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) der Freien und Hansestadt Hamburg. Ziel des Programms ist es, sozial benachteiligte Quartiere durch gezielte Investitionen, Beteiligungsprozesse und Projektförderungen nachhaltig zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Angesichts erheblicher sozialer Herausforderungen – etwa in den Bereichen Armut, Bildung, soziale Teilhabe und Infrastruktur – besteht ein besonderes öffentliches Interesse an Transparenz über Umfang, Nutzung und Steuerung der bereitgestellten Mittel.
Sanierungsgebiet Steilshoop-Zentrum und Förderzeitraum
Das Gebiet Steilshoop-Zentrum wurde als Sanierungsgebiet im RISE-Programm „Lebendige Zentren“ festgelegt. Grundlage ist das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) vom 31. Januar 2022. Darin sind die zentralen Handlungsfelder Zentren/Lokale Ökonomie, Wohnen und Wohnungsmarkt, Mobilität sowie Klimaschutz, Klimaanpassung und grüne Infrastruktur definiert.
Die Gebietslaufzeit ist vom 25. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2028 vorgesehen. Ob eine Verlängerung notwendig ist, wird im Rahmen einer Bilanzierung des Gebietsentwicklungsprozesses geprüft.
Gesamthöhe der RISE-Mittel
Für das Fördergebiet Steilshoop-Zentrum wurden im Zeit-Maßnahme-Kostenplan des IEK 642.000 Euro RISE-Mittel beantragt und bewilligt.
Umsetzungsstand: beantragt, bewilligt, ausgezahlt
Von den bewilligten 642.000 Euro wurden bis zum 28. Januar 2026 insgesamt 229.998,56 Euro verausgabt.
Damit verbleiben noch nicht gebundene bzw. nicht ausgezahlte Restmittel innerhalb des laufenden Förderzeitraums.
Ergänzende ESF-Mittel
Zusätzlich zu den klassischen RISE-Mitteln stehen ab 2025 weitere Haushaltsmittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung:
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rund 135.000 Euro für das RISE-ESF-Projekt „Job Coach Hamburg“ (für Eltern ohne Berufsabschluss),
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rund 50.000 Euro für das RISE-ESF-Projekt „Schulmentoren (Qualifizierung) 4.0“.
Weitere Mittel können bei Bedarf in Abstimmung mit dem Bezirksamt Wandsbek bereitgestellt werden.
Geförderte Projekte im Überblick
Mit den bislang eingesetzten RISE-Mitteln werden unter anderem folgende Projekte finanziert:
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Öffentlichkeitsarbeit
Begleitende Maßnahmen zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit, darunter Print- und Onlineprodukte, Veranstaltungen sowie Beteiligungsprozesse im Quartier. -
Honorar Gebietsentwickler (Sanierungsträger)
Der Sanierungsträger übernimmt Entwicklungs-, Koordinations-, Kommunikations- und Vernetzungsaufgaben im Auftrag des Bezirksamts. -
Verfügungsfonds Steilshoop-Zentrum
Unbürokratische Förderung kleiner, abgeschlossener Stadtteilprojekte. Über die Mittelverwendung entscheidet der Sanierungsbeirat; verwaltet wird der Fonds durch den Sanierungsträger. -
Quartiersbüro Steilshoop-Zentrum
Einrichtung und Betrieb eines gut erreichbaren Quartiersbüros im Fördergebiet für die Dauer der Gebietslaufzeit, einschließlich Miet- und Betriebskosten. -
RISE-ESF-Projekt Schulmentoren
Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen von Schülerinnen und Schülern an Schulen in sozial schwieriger Lage durch Qualifizierung von Eltern- und Schülermentoren. -
RISE-ESF-Projekt Job Coach Hamburg
Unterstützung geringqualifizierter Erziehender beim Einstieg oder Wiedereinstieg in Beschäftigung oder berufliche Qualifizierung.
Ausblick
Weitere Maßnahmen im Rahmen von RISE für Steilshoop werden fortlaufend geprüft und nach Bedarf abgestimmt. Projekte und Mittelverwendung sind im IEK dokumentiert und im Transparenzportal der Freien und Hansestadt Hamburg öffentlich einsehbar. Damit bleibt nachvollziehbar, wie die zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden – und wo noch Spielräume für weitere Investitionen im Stadtteil bestehen.

