Am 17. April fand in Steilshoop ein Runder Tisch zur Gesundheitsvorsorge statt. Auf Einladung von Q8 Steilshoop kamen Akteure aus dem Stadtteil zusammen, um über die angespannte Versorgungslage zu sprechen und konkrete Lösungen zu entwickeln. Für die CDU habe ich an dem Austausch teilgenommen.
Aus Steilshoop waren mit dabei unter anderem ein Arzt und eine Apothekerin, Vertreter aus Einrichtungen sowie engagierte Akteure vor Ort – also genau diejenigen, die die Situation täglich erleben.
Im Mittelpunkt standen die drängenden Probleme im Stadtteil: eine fragile medizinische Versorgung, fehlende Flächen für Praxen, unklare Perspektiven im Zuge des Umbaus des EKZ sowie die zusätzlichen Belastungen durch die U5-Baustelle. Auch die eingeschränkte Mobilität vieler Menschen wurde deutlich thematisiert.
Trotz dieser Herausforderungen wurde nicht nur analysiert, sondern auch an Lösungen gearbeitet. Ein zentraler Vorschlag: die Einrichtung eines barrierefreien Gesundheitszentrums in modularer Bauweise, etwa durch Container auf einer städtischen Fläche. Ergänzend wurden Ideen wie ein Shuttle-Service für mobilitätseingeschränkte Menschen sowie zusätzliche Angebote im Bereich Prävention und Beratung diskutiert.
Alle arbeiten an Lösungen – nur Rot-Grün fehlt
Was jedoch besonders auffällt: Die Vertreter von Rot-Grün waren nicht vor Ort. Während sich alle anderen Beteiligten die Zeit genommen haben, zuzuhören, Probleme offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, blieb die Regierungskoalition fern.
Gerade bei einem so sensiblen Thema wie der gesundheitlichen Versorgung eines ganzen Stadtteils ist das ein deutliches Signal – und kein gutes. Der Austausch mit den Betroffenen, das direkte Gespräch mit Ärzten, Apotheken und Einrichtungen sowie das gemeinsame Ringen um Lösungen sind unverzichtbar.
Stattdessen entsteht der Eindruck: Wenn es konkret wird, wenn es um die Sorgen der Menschen vor Ort geht, fehlt Rot-Grün am Tisch.
Der Runde Tisch hat gezeigt: In Steilshoop gibt es Engagement, Ideen und den klaren Willen, die Situation zu verbessern. Viele Akteure ziehen an einem Strang.
Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet diejenigen, die politische Verantwortung tragen, nicht dabei sind. Wer Lösungen will, muss auch bereit sein, sich den Problemen vor Ort zu stellen.

