Die Schließung der traditionsreichen Eissporthalle in Stellingen stellt für Hamburgs Sportlandschaft einen herben Rückschlag dar. Nach Einschätzung des Bezirksamtes sei die Aufrechterhaltung des Betriebs aufgrund akuter Einsturzgefahr nicht mehr zu verantworten. Die Halle bleibt deshalb bis auf Weiteres gesperrt – mit gravierenden Folgen für alle Nutzerinnen und Nutzer.
Besonders betroffen sind die Eishockeyvereine, deren Saison durch die Schließung unmittelbar bedroht ist. Auch für Freizeitsportlerinnen und -sportler bricht ein zentraler Standort weg. Bereits im Februar 2025 hatte eine Konzeptstudie für einen Ersatzbau auf die bestehenden Probleme hingewiesen. Dass dennoch so lange ohne konkrete Maßnahmen abgewartet wurde, wirft Fragen zum Umgang des Senats mit der Sportinfrastruktur auf.
Kurzfristig wird nun eine Lösung benötigt, damit die Athletinnen und Athleten in diesem Winter weiterhin auf Eis trainieren und Wettkämpfe bestreiten können. Eine mobile Eisfläche könnte zumindest als Übergang dienen. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie dringend Hamburg zusätzliche Eisflächen benötigt. Gemessen an der Größe der Stadt und dem Interesse am Eissport ist das Angebot seit Jahren unzureichend.
Mit der Schließung in Stellingen bleibt nur noch die Halle in Farmsen als letzte verfügbare Eisfläche übrig. Zum Vergleich: In München stehen den Bürgerinnen und Bürgern vier öffentliche Eislaufhallen zur Verfügung. Hamburg droht damit seine Rolle als „Active City“ endgültig unglaubwürdig zu verspielen.

