Für die Schule am See sind umfangreiche Erweiterungen vorgesehen, um dem steigenden Bedarf und dem veränderten Anwahlverhalten gerecht zu werden. Die aktuellen Planungen sehen eine deutliche Vergrößerung der Kapazitäten vor und orientieren sich an den Zielen der Schulentwicklungsplanung der Stadt Hamburg.
Mehr Züge, mehr Schülerinnen und Schüler
Das Entwicklungsziel für die Stadtteilschulabteilung der Schule am See wird gegenüber dem Schulentwicklungsplan 2019 (SEPL) durchgängig um einen zusätzlichen Zug erhöht. Konkret bedeutet das:
- Sekundarstufe I: Erweiterung von drei auf vier Züge
- Sekundarstufe II: Erweiterung von einem auf zwei Züge
Damit sollen die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, um künftig rund 716 Schülerinnen und Schüler dauerhaft zu unterrichten. Bislang liegt die Kapazität bei 504 Schülerinnen und Schülern. Die tatsächlich beschulte Schülerzahl wird weiterhin jährlich im Rahmen der Schulorganisation festgelegt.
Welche Flächen und Räume sind geplant?
Unter Einbeziehung der bestehenden Gebäude hat die zuständige Bildungsbehörde bei SBH | Schulbau Hamburg folgende zusätzlichen Flächen bestellt:
- 564 m² für allgemeinen Unterricht
- 120 m² für naturwissenschaftlichen Unterricht (ein Fachraum mit gehobenem Standard inklusive Sammlung)
- 120 m² Funktions- und Gemeinschaftsflächen (z. B. Bibliothek, Mediensammlung, Kiosk)
- 48 m² für Lehrerinnen- und Lehrerarbeitsplätze sowie Verwaltungsflächen (z. B. Lehrerstation)
Ergänzend können – abhängig vom Entwurf – bis zu 39 % Nebenflächen hinzukommen, etwa für Flure, Treppenhäuser, Sanitärbereiche oder Technikräume. Diese Nebenflächen können teilweise mit den pädagogischen Flächen zusammengeführt werden und ergänzen diese funktional.
Zusätzliche Räume für die Volkshochschule
Neben der schulischen Nutzung sind auch Flächen für die Volkshochschule (VHS) vorgesehen:
- 120 m² für zwei Räume à 60 m²
- 24 m² Nebenflächen
- Separater Eingang, unabhängig vom Schulbetrieb
Planung gemeinsam mit der Schulgemeinschaft
Derzeit befindet sich das Projekt in einem kooperativen Planungsprozess. In diesen sind Schulleitung, Kollegium sowie Schülerinnen und Schüler aktiv eingebunden. Da dieser Beteiligungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, kann aktuell noch keine abschließende Aussage zur genauen Anzahl und Ausgestaltung der einzelnen Räume getroffen werden.
Die konkrete Nutzung der neuen Flächen wird später maßgeblich durch die Schulleitung im Rahmen des Konzepts der „Selbstverantworteten Schule“ festgelegt.
Zeitplan
Der genannte Fertigstellungstermin im April 2027 gilt nach derzeitigem Stand weiterhin als Zielmarke, steht jedoch – wie bei Bauprojekten üblich – unter dem Vorbehalt des laufenden Planungs- und Beteiligungsprozesses.
Mit der geplanten Erweiterung stellt sich die Schule am See baulich und pädagogisch auf wachsende Schülerzahlen ein. Mehr Unterrichts-, Fach- und Gemeinschaftsflächen sollen künftig bessere Lernbedingungen schaffen – vorausgesetzt, der ambitionierte Zeitplan bis 2027 kann eingehalten werden.
Quelle: Drucksache 23/2744

