Skip to content Skip to footer

Schule Hegholt in Bramfeld: Leerstand ohne klare Perspektive?

Auf dem Gelände der Schule Hegholt in Bramfeld stehen derzeit mehrere Gebäude leer. Für viele Eltern, Anwohnerinnen und Anwohner stellt sich die Frage: Wie geht es dort weiter – und warum gibt es bislang keine klar kommunizierte Perspektive?

Bereits mit der Drucksache 23/650 hatte der Senat mitgeteilt, dass der Schulentwicklungsplan für den Standort eine vierzügige Grundschule vorsieht. Gleichzeitig hieß es, zwischen SBH | Schulbau Hamburg und der Behörde für Schule und Berufsbildung liefen Abstimmungen über eine mögliche weitere Nutzung der leerstehenden Gebäude.

Vierzügigkeit gesichert – aber was passiert mit dem Leerstand?

In der aktuellen Antwort wird deutlich:
Die Schule ist hinsichtlich der im Schulentwicklungsplan formulierten Vierzügigkeit auskömmlich mit Räumlichkeiten ausgestattet. Das heißt: Für den regulären Schulbetrieb besteht derzeit kein zusätzlicher Flächenbedarf.

Mehrbedarfe könnten – so der Senat – durch schulorganisatorische Maßnahmen oder durch Nutzung der vorgehaltenen Gebäude gedeckt werden. Konkrete Planungen für eine neue Nutzung oder Umgestaltung werden jedoch nicht benannt.

Keine verbindlichen Bau- oder Sanierungspläne

Besonders bemerkenswert:
Jenseits üblicher Instandsetzungsmaßnahmen sind keine baulichen, sanierungs- oder neubaubezogenen Maßnahmen verbindlich geplant. Die Vorüberlegungen zur zukünftigen Grundstücksentwicklung befänden sich weiterhin in einem frühen Stadium und seien noch nicht abgeschlossen.

Das bedeutet im Klartext:

  • Keine konkrete Entscheidung zur Nutzung der leerstehenden Gebäude

  • Kein festgelegter Zeitplan

  • Keine verbindlichen baulichen Maßnahmen

Fehlende Transparenz schafft Unsicherheit

Gerade in einem wachsenden Stadtteil wie Bramfeld ist der Umgang mit vorhandenen Flächen von hoher Bedeutung. Leerstand auf einem Schulgelände wirft Fragen auf – etwa nach möglicher Nutzung für Ganztagsangebote, soziale Einrichtungen, Vereine oder andere Bildungsangebote.

Solange jedoch weder konkrete Planungen noch ein verbindlicher Zeit- und Entscheidungshorizont benannt werden, bleibt die Situation für Eltern, Lehrkräfte und Anwohnerschaft unklar.

Hier besteht aus meiner Sicht weiterer Klärungsbedarf:
Wann werden belastbare Ergebnisse vorgelegt?
Und wie soll das Gelände perspektivisch entwickelt werden?

Bramfeld braucht Transparenz – insbesondere, wenn es um die Zukunft seiner Schulstandorte geht.

23-02950