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Schulen in Bramfeld: Behörde weist Berichte über Unterrichtsausfälle zurück

Eltern hatten sich mit Sorgen zur Unterrichtsversorgung an der Schule Fabriciusstraße und der Heinrich-Helbing-Schule an mich gewandt. Genannt wurden unter anderem Unterrichtsausfälle, Personalmangel, fehlende Unterstützung für Kinder mit Förderbedarf sowie mögliche Stellenstreichungen. Die Schulbehörde hat nun Stellung genommen.

Schule Fabriciusstraße: Kein Personalmangel, kein Unterrichtsausfall

Nach Angaben der Behörde besteht an der Schule Fabriciusstraße derzeit kein Personalmangel. Vielmehr gebe es aktuell sogar einen leichten Personalüberhang. Zwei längerfristig ausgefallene Lehrkräfte seien durch Lehrkräfte auf Lehrauftrag ersetzt worden.

Unterrichtsausfälle gebe es nicht. Kurzfristige Ausfälle würden über ein mehrstufiges Vertretungssystem aufgefangen. Dabei kommen zunächst fest eingeplante Vertretungskräfte zum Einsatz. Reicht dies nicht aus, werden Doppelbesetzungen aufgelöst oder Lerngruppen auf andere Klassen verteilt.

Auch die Sorge, Kinder würden nicht ausreichend unterstützt, weist die Schule zurück. Nach Auskunft der Schulleitung sei die Förderung gewährleistet. Nur in Einzelfällen könne es während der Suche nach einer passenden Schulbegleitung zu Übergangslösungen kommen.

Weniger Schülerinnen und Schüler – Auswirkungen auf Personalplanung

Tatsächlich wird die Schule im kommenden Schuljahr weniger Erstklässler und Vorschulkinder aufnehmen als bisher. Dadurch sinkt der Personalbedarf.

Hinzu kommt eine Änderung beim Sozialindex. Die Schule wird ab dem Schuljahr 2026/27 von Sozialindex 3 auf Sozialindex 4 eingestuft. Dadurch verändert sich die Ressourcenzuweisung. Die Anpassung erfolgt jedoch schrittweise über mehrere Jahre. Nach Angaben der Behörde sind derzeit keine Personalabgänge in bestehenden Klassen vorgesehen.

Heinrich-Helbing-Schule: Höherer Vertretungsbedarf

Auch an der Heinrich-Helbing-Schule sieht die Behörde keine grundsätzlichen Personalprobleme. Allerdings gebe es derzeit einen erhöhten Vertretungsbedarf. Gründe seien höhere Krankenstände sowie die teilweise Freistellung einer Lehrkraft für Aufgaben im Gesamtpersonalrat.

Nach Angaben der Schulbehörde wird auch hier der Unterricht durch ein festgelegtes Vertretungssystem abgesichert. Unterrichtsausfälle fänden nicht statt.

Unterstützung nicht immer im gewünschten Umfang möglich

Die Behörde räumt jedoch ein, dass die intensive Begleitung insbesondere jüngerer Kinder und von Kindern mit besonderem Förderbedarf zeitweise nicht immer im gewünschten Umfang möglich gewesen sei.

Gleichzeitig betont die Schule, dass selbstständige Arbeitsphasen kein Zeichen von Personalmangel seien. Sie seien Bestandteil des pädagogischen Konzepts des „angeleiteten selbstständigen Lernens“. Die Aufgaben würden vorbereitet, begleitet und nachbesprochen.

Die Schulbehörde widerspricht den geschilderten Befürchtungen von Eltern deutlich. Nach ihrer Darstellung ist die Unterrichtsversorgung an beiden Schulen gesichert, Unterrichtsausfälle finden nicht statt und die Förderung der Kinder bleibt gewährleistet. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass insbesondere an der Heinrich-Helbing-Schule krankheitsbedingte Vertretungssituationen die individuelle Begleitung zeitweise erschweren können.

Ich werde die Entwicklung weiterhin beobachten und freue mich über Rückmeldungen von Eltern und Beschäftigten vor Ort.