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Seit Jahren mobile Ölheizung: Wo bleibt die Klimawende an der Eissporthalle Farmsen?

Seit 2023 wird die Eissporthalle Farmsen mit einer mobilen Ölheizung beheizt. Was ursprünglich als kurzfristige Übergangslösung gedacht war, dauert bis heute an. Ausgerechnet in einer Stadt, die sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt hat, läuft eine öffentliche Sportstätte seit Jahren mit einer provisorischen Ölheizung.

Ich habe den Senat gefragt, warum bis heute keine dauerhafte Lösung umgesetzt wurde.

Die Antwort: Die ursprüngliche Planung mit einem neuen Gasheizkessel musste wegen des Gebäudeenergiegesetzes verworfen werden. Auch ein Anschluss an das Fernwärmenetz sowie eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe wurden geprüft, erwiesen sich nach Angaben des Senats jedoch als nicht umsetzbar beziehungsweise zu langwierig.

Jetzt – mehr als drei Jahre nach dem Ausfall der ursprünglichen Heizungsanlage – wird erst die Planung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erstellt. Das Ergebnis soll im Laufe dieses Jahres vorliegen. Mit dem Einbau soll voraussichtlich erst im vierten Quartal 2026 begonnen werden. Die Fertigstellung wird sogar erst zum Ende der Heizperiode 2026/2027 erwartet.

Das wirft Fragen auf. Wenn die Wärmewende ein zentrales Ziel des Senats ist, warum dauert es dann Jahre, bis eine öffentliche Sportstätte von einer mobilen Ölheizung auf eine klimafreundliche Lösung umgestellt wird? Wer von Bürgerinnen und Bürgern den Austausch alter Heizungen erwartet, muss bei öffentlichen Gebäuden selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Die jahrelange Übergangslösung verursacht nicht nur vermeidbare CO₂-Emissionen, sondern zeigt auch, wie langsam wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt werden. Gerade bei einem öffentlichen Gebäude hätte man deutlich schneller handeln müssen.

Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23/4556, Antwort des Senats auf Frage 21.