Es ist traurig. Und es macht wütend.
Trotz klarer Ankündigungen aus dem Senat, trotz mahnender Worte des Finanzsenators über Räum- und Streupflichten, stehen Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern weiterhin im Kalten – und auf blankem Eis. Die Realität an Hamburger Schulen sieht anders aus als in den Pressemitteilungen.
Die Bilder vom Campus Steilshoop und von der Grundschule am Gut in Bramfeld zeigen es deutlich: vereiste Wege, nicht geräumte Schulhöfe, gefährliche Zugänge. Genau dort, wo Kinder täglich unterwegs sind, bleibt die Stadt untätig.
Gleichzeitig kündigt der Finanzsenator an, private Anlieger konsequent in die Pflicht zu nehmen – mit Verwarnungen, Bußgeldern und Ersatzvornahmen. Wer nicht räumt, soll zahlen. Wer nicht streut, wird sanktioniert.
Doch ausgerechnet die Stadt selbst hält sich nicht an die eigenen Maßstäbe.
Eltern haben sich beschwert. Zu Recht. Sie bringen ihre Kinder morgens über glatte Wege, mit Angst vor Stürzen und Verletzungen. Für sie zählen keine Statistiken, keine Zwischenbilanzen und keine wohlformulierten Senatsmitteilungen – sie brauchen sichere Schulwege. Jetzt.
Es ist ein bitteres Signal: Private sollen gezwungen werden, während Schüler und Eltern im Stich gelassen werden. Wer so handelt, verliert Glaubwürdigkeit. Wer Sicherheit fordert, muss sie selbst gewährleisten.
Schulen müssen Priorität haben. Immer.
Alles andere ist verantwortungslos – und für die Betroffenen schlicht traurig.










