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Senat stellt Konzept für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg vor

Der Hamburger Senat hat am 17. März 2026 das finalisierte Konzept für eine mögliche Bewerbung der Stadt um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele vorgestellt. Ziel des Konzeptes ist es, die Spiele eng in die bestehende Stadtstruktur zu integrieren und vorhandene Sportstätten sowie temporäre Anlagen zu nutzen.

Im Mittelpunkt der Planungen stehen zwei zentrale Wettkampfcluster: der „Olympic Park City“ rund um das Heiligengeistfeld sowie der „Olympic Park Altona“ im Bereich des Volksparks. Insgesamt sind 33 Wettkampfstätten vorgesehen. Davon befinden sich 20 direkt im Hamburger Stadtgebiet, ein Großteil in einem Umkreis von sieben Kilometern rund um das Heiligengeistfeld. Die zentralen olympischen Kernsportarten Leichtathletik, Turnen und Schwimmen sollen im Bereich des Volksparks ausgetragen werden. Auch die Paralympischen Wettbewerbe sind überwiegend an denselben Standorten vorgesehen.

Das Konzept sieht zudem vor, rund 100 Trainingsstätten im gesamten Stadtgebiet zu modernisieren. Diese Anlagen sollen sowohl während der Spiele genutzt werden als auch langfristig Schulen, Vereinen und dem Breitensport zur Verfügung stehen.

Mehrere Wettkämpfe sollen an zentralen Orten der Stadt stattfinden. Geplant sind unter anderem Sportveranstaltungen an der Binnenalster sowie im Bereich der HafenCity und entlang des Elbufers. Auch der Wilhelmsburger Inselpark und weitere bestehende Anlagen im Stadtgebiet sind als Austragungsorte vorgesehen. Einige Wettbewerbe sollen in der Metropolregion oder in anderen norddeutschen Städten stattfinden, etwa Segeln und Handball in Kiel sowie Fußballspiele in mehreren Städten entlang einer Nord-Ost-Achse.

Ein Bestandteil des Konzeptes ist zudem die Entwicklung eines sogenannten „Olympischen Bandes“. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Grün- und Parkanlagen, die durch Begrünung, Entsiegelung und Aufwertungsmaßnahmen miteinander verbunden werden sollen. Dieses Band soll sich vom Volkspark über mehrere innerstädtische Grünanlagen bis zum Wasserpark Dove-Elbe erstrecken.

Auch im Bereich der Mobilität setzt das Konzept auf den Ausbau bestehender Infrastruktur. Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehr sollen das zentrale Verkehrssystem während der Spiele bilden. Ergänzend sind neue Mobilitätsangebote sowie digitale Verkehrssteuerungen vorgesehen. Verschiedene Infrastrukturprojekte, darunter Investitionen in den Hauptbahnhof, neue Bahnstrecken und Park-and-Ride-Anlagen, werden in diesem Zusammenhang genannt.

Das Olympische und Paralympische Dorf ist im Bereich der Science City Hamburg Bahrenfeld geplant. Während der Spiele sollen dort rund 15.000 Athletinnen und Athleten sowie Betreuer untergebracht werden. Nach Abschluss der Spiele sollen die Gebäude in regulären Wohnraum umgewandelt werden und Platz für rund 9.000 Bewohnerinnen und Bewohner bieten.

Über eine mögliche Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele sollen die Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai 2026 in einem Referendum abstimmen. Bereits ab dem 22. April 2026 besteht die Möglichkeit zur Briefwahl. Sollte die Abstimmung positiv ausfallen, plant die Stadt, die offiziellen Bewerbungsunterlagen Anfang Juni beim Deutschen Olympischen Sportbund einzureichen.

Weitere Einzelheiten unter: https://www.hamburg-activecity.de/olympia-downloads