Steilshoop blickt mit gemischten Gefühlen auf die bevorstehenden Silvesterfeierlichkeiten. Denn was sich im vergangenen Jahr zum Jahreswechsel abspielte, hat viele Anwohnerinnen und Anwohner nachhaltig verunsichert. Statt eines friedlichen Jahresausklangs erlebte der Stadtteil eine Nacht voller Chaos, Angst und Gewalt.
Rund um den ALDI-Markt am Schreyerring kam es zu massiven Ausschreitungen: Jugendliche warfen Böller und Pyrotechnik in Menschenmengen, beschädigten Fahrzeuge und griffen sogar den Supermarkt an. Fenster gingen zu Bruch, Müllcontainer brannten, und Einsatzkräfte mussten immer wieder anrücken, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner berichteten von Explosionen, Rauch und einer Atmosphäre, die eher an einen Ausnahmezustand erinnerte als an ein Fest.
Trotz des massiven Polizeieinsatzes blieb der Eindruck zurück, dass die Ordnungskräfte zu spät und zu selten vor Ort waren. Genau hier liegt das Problem: Steilshoop verfügt über keine eigene Polizeistation. Einsätze müssen von außerhalb koordiniert und gefahren werden – das kostet Zeit.
In der aktuellen Antwort des Senats auf die Anfrage der CDU heißt es, dass die Einsatzplanung für Silvester 2025/2026 zwar laufe, aber noch nicht abgeschlossen sei. Auch auf die Frage, ob es diesmal mehr Kräfte, feste Präsenz oder den erneuten Einsatz von Drohnen geben werde, bleibt die Antwort vage. Der Senat verweist lediglich auf „laufende Planungen“ – konkrete Zusagen fehlen.
Dabei wäre das dringend nötig. Denn wenn die Erfahrung aus dem letzten Jahr eines gezeigt hat, dann dies: Silvester in Steilshoop darf kein Sicherheitsrisiko bleiben. Mehr Präsenz, schnellere Eingreifmöglichkeiten und ein fester Ansprechpartner im Stadtteil wären die logische Konsequenz – doch genau das fehlt bislang.
Die CDU fordert deshalb:
- verstärkte Polizeipräsenz an Silvester,
- eine feste Polizeistation in Steilshoop,
- und klare Kommunikationswege zwischen Polizei und Anwohnerschaft.
Denn viele Steilshooperinnen und Steilshooper wünschen sich nichts weiter, als den Jahreswechsel wieder sicher und friedlich feiern zu können – ohne Angst vor Böllern, Bränden oder Eskalationen.
Solange aber auf gefährliche Nächte mit beschwichtigenden Worten reagiert wird, bleibt das Vertrauen in die Sicherheitslage brüchig.
Steilshoop verdient mehr als gute Vorsätze – Steilshoop braucht endlich Taten.
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