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Sozialwohnungen im Sinkflug – und weitere 4.376 fallen bis 2035 aus der Bindung

Die neuesten Daten der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) zeigen bereits jetzt einen klaren Trend: Zwischen 2020 und 2025 haben Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne zusammen 446 Sozialwohnungen verloren. Doch die nun vorliegenden Zahlen zum Bindungsauslauf bis 2035 machen deutlich, dass das eigentliche Problem noch viel größer ist. In den kommenden zehn Jahren werden in den drei Stadtteilen 4.376 weitere Wohnungen aus der Sozial- und Preisbindung fallen – ein massiver Einschnitt für den gesamten Nordosten Hamburgs.

Einleitung zur beigefügten Anlage:
Die IFB stellt jährlich die Bestands- und Bindungsdaten der geförderten Wohnungen bereit. Die folgende Übersicht zeigt sowohl die Entwicklung seit 2020 als auch die künftig auslaufenden Bindungen.

Entwicklung der Sozialwohnungen 2020–2025

Stadtteil 2020 2022 2025 Veränderung 2020–2025
Bramfeld 1.731 1.778 1.553 –178
Steilshoop 2.826 2.792 1.999 –827
Farmsen-Berne 1.594 1.679 2.153 +559
Gesamt 6.151 6.249 5.705 –446

Bindungsausläufe 2025–2035: Ein drastischer Blick in die Zukunft

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Wohnungen in den drei Stadtteilen in den nächsten zehn Jahren aus der Sozial- oder Preisbindung fallen werden:

Jahr Bramfeld Farmsen-Berne Steilshoop Gesamt
2025 238 106 174 518
2026 232 0 113 345
2027 97 186 216 499
2028 92 198 69 359
2029 47 53 0 100
2030 274 41 28 343
2031 46 142 0 188
2032 74 15 86 175
2033 149 38 822 1.009
2034 0 513 297 810
2035 0 0 30 30
Gesamt 1.249 1.292 1.835 4.376

Was bedeutet das für die drei Stadtteile?

  • Steilshoop trifft es am härtesten: 1.835 Wohnungen verlieren bis 2035 ihre Bindung – damit steht der Stadtteil vor einem echten Strukturwandel.
  • Farmsen-Berne: starker Zuwachs, aber auch starkes Risiko: Trotz 559 neuer geförderter Wohnungen seit 2020 fallen bis 2035 1.292 Wohnungen aus der Bindung.
  • Bramfeld verliert doppelt: Sowohl der Bestand nimmt seit 2020 ab (–178), als auch künftig 1.249 Bindungen auslaufen.
  • In Summe entsteht ein massiver Nettoverlust: Wenn die Stadt nichts gegensteuert, droht bis 2035 ein Wegbrechen eines großen Teils des günstigen Mietsegments.

Über 4.300 Wohnungen fallen in zehn Jahren aus der Bindung – diese Entwicklung ist ein sozialpolitischer Weckruf für Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne.

Quelle: Drucksache 23/2165