Eltern sowie Schülerinnen und Schüler der Schule Osterbek in Bramfeld haben sich mit deutlicher Kritik an mich gewandt. Der Vorwurf: Der reguläre Sportunterricht könne inzwischen kaum noch vernünftig stattfinden. Hintergrund sind erhebliche Einschränkungen in der Sporthalle, die nach Aussagen von Eltern und Kindern seit längerer Zeit bestehen. Besonders toll fand ich, dass die Schüler die Problem dokumentiert haben. Selbstverständlich gehe ich der Thematik daher nach.
Besonders brisant: Die Probleme kommen keineswegs überraschend. Bereits im Februar 2026 hatte ich unter der Überschrift „Dreifeldhalle Turnierstieg in Bramfeld: Totalsperrung mit Ansage – und ohne Plan?“ über die massiven Schäden berichtet. Damals war bereits bekannt, dass es seit 2024 Probleme durch Wassereintritt und Absackungen des Hallenbodens gibt. Trotzdem lief der Betrieb lange weiter, ohne dass ein tragfähiges Sanierungs- oder Ausweichkonzept vorhanden gewesen wäre.
Seit Dezember 2025 ist die mittlere Halle vollständig gesperrt. Doch inzwischen zeigt sich offenbar immer deutlicher: Auch die beiden verbleibenden Hallenteile links und rechts sind nur noch eingeschränkt nutzbar.
Wie auf den Bildern zu erkennen ist, wurden zahlreiche Stellen am Hallenboden abgeklebt. Auch die Abtrennung zur gesperrten Mittelhalle wurde provisorisch verschlossen. Nach Aussagen aus der Schule soll dies im Zusammenhang mit einer möglichen Schimmelproblematik stehen. Teilweise seien Bodenöffnungen luftdicht verschlossen worden.
Die Folgen für den Sportunterricht sind gravierend:
Kein Volleyballunterricht mehr möglich. Kein Reck. Teilweise können Sportgeräte gar nicht mehr aufgebaut werden. Viele Übungen und Sportarten fallen schlicht aus. Die Kindern berichten, dass die Halle insgesamt nur noch eingeschränkt nutzbar sei.
Besonders problematisch empfinden viele zudem die Situation in den Umkleiden. Zwar gibt es getrennte Bereiche für Jungen und Mädchen, jedoch befindet sich oberhalb der Trennungen ein offener Schlitz. Nach Aussagen von Schülerinnen sollen Jungen immer wieder versuchen hinüberzuschauen. Die Folge: Das Umziehen erfolgt inzwischen teilweise nur noch zeitversetzt und in Etappen. Für viele Kinder eine belastende Situation.
Im Ergebnis muss man leider feststellen: Die Halle ist in ihrem aktuellen Zustand kaum noch für einen ordentlichen Schulsport geeignet. Gerade für eine große und beliebte Schule wie die Schule Osterbek ist das kein akzeptabler Zustand.
Besonders ärgerlich ist dabei, dass eine umfangreiche Sanierung derzeit offenbar erst für 2028 vorgesehen ist. Das würde bedeuten, dass Schülerinnen und Schüler noch rund zwei Jahre mit diesen Einschränkungen leben müssten. Bereits jetzt war vorgesehen, dass nach einer Teilfreigabe zunächst nur Übergangslösungen geschaffen werden, bevor es Jahre später erneut zu einer vollständigen Sperrung für die eigentliche Sanierung kommen soll. Für Eltern, Kinder und Vereine bedeutet dies weiterhin Unsicherheit und Dauerprovisorien.
Hinzu kommt: Ersatzflächen gibt es praktisch nicht. Schon Anfang des Jahres wurde deutlich, dass Ausweichmöglichkeiten für Schulen und Vereine nur sehr eingeschränkt vorhanden sind. Leidtragende sind Schülerinnen, Schüler, Sportvereine und Ehrenamtliche im gesamten Stadtteil Bramfeld.
Dabei gibt es durchaus alternative Lösungen. In der HafenCity wurde beispielsweise an einer Schule eine moderne Freilufthalle errichtet, um Kapazitätsprobleme und Sanierungen aufzufangen. Auch an der Schule Osterbek wären entsprechende Flächen vorhanden. Man müsste es politisch nur wollen.
Ich werde an dem Thema dranbleiben. Unsere Kinder haben Anspruch auf funktionierende Sportstätten und vernünftige Bedingungen im Schulalltag. Eine so gute und beliebte Schule darf nicht weiter unter dem Versagen des Senats leiden.

So sieht die Absperrung zur mittleren Halle aus.

So wird der Boden versiegelt. Kein Volleyball. Kein Reck möglich.

Umkleide. Oben offen. Somit können die Jungs zu den Mädchen rüber schauen.


Auf dem Schulgelände eine Grünfläche, die sich als Provisorium bei Sanierung eigenen würde.

Sporthalle von vorne

