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Sporthalle Steilshoop saniert – aber große Turniere müssen draußen bleiben

Die Sanierung der Sporthalle am Gropiusring 43 war eine große Chance für Steilshoop. Die Halle wurde technisch und energetisch modernisiert. Doch ausgerechnet ihre Bedeutung als Veranstaltungsort für größere Sportturniere wurde nicht wiederhergestellt. Damit wurde eine entscheidende Chance verpasst.

Der Senat erklärt, keine der Hallen sei jemals als Versammlungsstätte genehmigt gewesen. Deshalb habe es formal auch keine Verringerung der zulässigen Zuschauerzahl gegeben. Diese Antwort geht jedoch an der jahrelangen Realität vorbei.

Die GFG Steilshoop veranstaltet bereits seit Ende der 1990er-Jahre große Turniere. Nach Angaben des Vereins kamen dabei bis zu 500 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie mindestens 300 Aktive in die Halle. Noch im März wurden an einem einzigen Wochenende vier Turniere mit insgesamt mehr als 1.300 Zuschauern und rund 400 Aktiven ausgerichtet. Über viele Jahre war diese Nutzung offenbar bekannt und wurde auch bei Veranstaltungen mit Ehrengästen nicht beanstandet.

Erst im Zusammenhang mit der Sanierung rückten Brandschutz und Genehmigungsfragen in den Mittelpunkt. Heute dürfen in Halle 1 höchstens 200 Besucher sowie 100 Aktive anwesend sein. Der Verein bezweifelt sogar, dass die ausgewiesene Tribüne tatsächlich für 200 Zuschauer ausreicht. Realistisch seien eher 100 bis 150 Plätze. In den beiden anderen Hallen sind überhaupt keine Zuschauer zugelassen.

Der Senat bestätigt immerhin, dass eine höhere Nutzungskapazität geprüft wurde. Die Umsetzung sei jedoch wegen des hohen wirtschaftlichen Aufwands verworfen worden. Nach Angaben der GFG war 2022 von Mehrkosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro die Rede. Damit war das Thema offenbar vom Tisch.

Das ist kurzsichtig. Wenn eine Sporthalle ohnehin umfassend saniert wird, muss sie anschließend auch den Anforderungen der Vereine und des Stadtteils entsprechen. Für eine vergleichsweise überschaubare zusätzliche Investition hätte Steilshoop einen dauerhaft nutzbaren Veranstaltungsort für größere Turniere erhalten können.

Stattdessen muss ausgerechnet die GFG Steilshoop als einziger Verein, der Veranstaltungen dieser Größenordnung organisiert, für ihre Turniere nach Wandsbek ausweichen. In Steilshoop bleiben kleinere Veranstaltungen wie Futsalspiele mit vielleicht 50 Zuschauern möglich. Ein wirklicher Gewinn für den Stadtteil sieht anders aus.

Die Halle ist nun zwar saniert, ihre frühere Bedeutung für große Sportveranstaltungen hat sie aber verloren. Eine Sanierung, bei der die jahrzehntelange tatsächliche Nutzung nicht wieder ermöglicht wird, bleibt funktional unvollständig. Steilshoop hätte mehr verdient gehabt.