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Sportplatz Am Stühm-Süd: Seit Jahren Stillstand – ein Trauerspiel für den Sport in Bramfeld

Der Umgang mit dem Sportplatz Am Stühm-Süd in Bramfeld-Nord sorgt seit Jahren für Kopfschütteln. Bereits 2023 wurde angekündigt, dass die Fläche zugunsten von Wohnungsbau und einer Kita aufgegeben werden soll. Passiert ist seitdem jedoch wenig – außer, dass eine Sportfläche faktisch verloren geht.

Nach aktuellem Stand hält der Senat weiterhin daran fest, die Fläche für Wohnungsbau zu nutzen. Bereits 2021 wurde ein Vorbescheidsverfahren nach § 63 der Hamburgischen Bauordnung abgeschlossen, der entsprechende Vorbescheid ist noch bis Oktober 2026 gültig. Weitere Planungen liegen derzeit beim Bauherrn. (23-03273)

Für den Stadtteil bedeutet das: Der Sportplatz bleibt verschwunden, während der Wohnungsbau weiterhin vorgesehen ist.

Ersatz für den Sport? Fehlanzeige.

Besonders ärgerlich ist: Der angekündigte Sanierung der Ausweichsportfläche an der Bramfelder Chaussee wurde entgegen ursprünglicher Zusage bis heute nicht saniert.

Schon heute kämpfen viele Sportvereine in Bramfeld mit überfüllten Kapazitäten und langen Wartelisten. Der Wegfall eines der letzten Großspielfelder verschärft diese Situation weiter.

114 Wohnungen auf dem Fußballfeld

Nach bisherigen Planungen soll auf der Fläche ein neues Wohnquartier entstehen. Vorgesehen sind:

  • 114 Wohnungen in sieben Mehrfamilienhäusern und zwölf Reihenhäusern

  • eine Seniorenwohnanlage

  • eine Kindertagesstätte für 60 Kinder

  • eine Tiefgarage mit 63 Stellplätzen sowie 32 oberirdische Stellplätze

Keine Sportbedarfsanalyse

Besonders kritisch: Laut Senatsauskunft soll der Bau ohne vorherige Sportbedarfsanalyse erfolgen. Es wird also nicht einmal geprüft, ob die Fläche künftig für den Sport benötigt wird.

„Active City“ nur auf dem Papier?

Hamburg wirbt gerne mit dem Titel „Active City“ und investiert viel in Kampagnen rund um die „Sportstadt Hamburg“. Doch die Realität vor Ort sieht anders aus:

Wenn bei steigender Bevölkerungszahl Sportflächen verschwinden statt neue zu entstehen, passt das nicht zu diesem Anspruch.

Der aktuelle Zustand ist für den Sport in Bramfeld ein Trauerspiel:

  • Ein Großspielfeld verschwindet.

  • Der angekündigte Ersatz wird nicht umgesetzt.

  • Vereine kämpfen weiterhin mit Platzmangel.

Wer eine wachsende Stadt ernst nimmt, muss auch dafür sorgen, dass Kinder, Jugendliche und Vereine ausreichend Sportflächen haben. Nur Wohnungen zu bauen und den Sport dabei zu vergessen, kann nicht der richtige Weg sein.