Es ist ein Schlag ins Gesicht für den Sport in Bramfeld: Der Sportplatz an der Bramfelder Chaussee ist in einem schlechten Zustand – und trotzdem wird die geplante Sanierung einfach gestrichen. Dabei war die Lage längst bekannt.
Schlechter Zustand seit Jahren bekannt
Bereits 2022 stellte das zuständige Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau fest:
Die Tennendecke ist sanierungsbedürftig. Die Umsetzung war für 2024 vorgesehen – auch, weil der Platz eine wichtige Funktion als Ersatzfläche für andere Anlagen im Stadtteil übernehmen sollte.
Doch heute ist klar:
Diese Sanierung findet nicht statt.
Senat streicht Maßnahme komplett
In der aktuellen Antwort auf die Drucksache 23/3273 heißt es, die Sanierung sei aufgrund anderer Prioritäten im Bezirk Wandsbek nicht umgesetzt worden. Mehr noch:
Die Modernisierung ist derzeit nicht einmal mehr Bestandteil der Planungen.
Statt den schlechten Zustand zu beheben, wird das Problem einfach ignoriert.
Offiziell „keine Einschränkungen“ – faktisch kaum nutzbar
Besonders widersprüchlich ist die Bewertung des Senats:
Einerseits wird behauptet, es gebe „keine Nutzungseinschränkungen“.
Andererseits wird ausdrücklich eingeräumt, dass der Platz grundsätzlich sanierungsbedürftig ist.
Die Realität sieht anders aus:
- Bei Regen wird der Platz schnell matschig und rutschig
- Bei Trockenheit entsteht Staub und Verletzungsgefahr
- Die Bespielbarkeit ist stark eingeschränkt
Oder anders gesagt:
Ein Platz kann formal „nutzbar“ sein – praktisch geht dort aber kaum jemand freiwillig drauf.
SPD versprach Umwandlung – und liefert nicht
Dabei hatte die SPD selbst noch 2023 im Ausschuss erklärt:
„Der Sport hat gewonnen. […] Der Grandplatz Am Stühm-Süd wird aufgegeben. Der Platz am Edwin-Scharff-Ring wird in der nächsten Zeit zum Kunstrasenplatz umgebaut. Der Sportplatz an der Bramfelder Chaussee sei perspektivisch umzuwandeln.“ (Drucksache 22/12282)
Die Botschaft damals:
- Stühm Süd fällt weg
- Ersatz wird geschaffen
- Bramfelder Chaussee wird modernisiert
Heute zeigt sich:
Diese Versprechen wurden nicht eingehalten.
Ersatzfläche fällt faktisch aus
Gerade weil der Sportplatz Stühm Süd aufgegeben wird, wäre die Bramfelder Chaussee als Ersatzfläche unverzichtbar gewesen.
Doch stattdessen:
- Keine Sanierung
- Keine Umwandlung
- Keine Perspektive
Das ist eine klare Verschlechterung für den Sport im Stadtteil.
Der Sportplatz an der Bramfelder Chaussee steht sinnbildlich für eine verfehlte Sportpolitik:
- Schlechter Zustand seit Jahren bekannt
- Sanierung geplant – und gestrichen
- Politische Zusagen – und gebrochen
Ein Platz, den kaum jemand nutzen will – und den die Politik trotzdem sich selbst überlässt.
Bramfeld braucht endlich eine klare Entscheidung:
Sanierung umsetzen oder direkt einen modernen Kunstrasenplatz schaffen – aber nicht weiter Stillstand auf Kosten des Sports.

