Zustände im EKZ Steilshoop immer noch erschreckend. Alle Baumängel wurden immer noch nicht behoben – Stadt prüfte Kauf

Ein Eingang des EKZ Steilshoop am Schreyerring
Foto: Mathias Rahn

Seit Jahren mache ich auf Missstände des EKZ Steilshoop aufmerksam und fordere, dass der Bezirk endlich regelmäßig kontrolliert und das EKZ von Seiten der Stadt nicht weiter unterstützt wird, um Druck für positive, sichtbare Veränderungen auszuüben. Meiner Meinung nach muss der ASD, der Allgemeine Soziale Dienst, sofort ausziehen. Mit Steuermitteln sollten wir die Zustände, die den ganzen Stadtteil abwerten, nicht auch noch belohnen.

 

Ich fragte den Senat nach dem aktuellen Stand (Drucksache 22/656). Fazit: Es passierte so gut wie gar nichts.

 

Das EKZ am Schreyerring in Steilshoop hält eine nie endende Geschichte bereit. In den letzten Jahren traten erhebliche Mängel auf, Geschäfte stehen leer, Wartungen und nötige Sanierungen werden verschleppt. Der allgemeine Zustand ist alles andere als erfreulich und der Besitzer, der Däne Henrik Nygaard Johansen, hat offensichtlich kein Interesse daran, etwas daran zu ändern.

 

Aktuell kein neuer Investor in Sicht

 

Ein Kauf durch die Stadt (genauer: die LIG) wurde geprüft und als unwirtschaftlich eingestuft. Ob es weitere Interessenten gibt, ist dem Senat nicht bekannt. Laut MOPO war die Vonovia am Kauf interessiert, Stand August 2019 gibt es jedoch keine Neuigkeiten dazu.

 

Immer noch nicht alle Mängel behoben

 

Bei einer Besichtigung im November wurden einige Mängel festgehalten. Zu 90 Prozent seien diese mittlerweile abgestellt, was auch für die Wohnungen über dem EKZ gelte. Die formellen Mängel seien noch nicht behoben, da keine Bauvorlagen durch den Eigentümer eingereicht seien. Die Raumaufteilungen und Nutzungsarten weichen von den derzeitigen Genehmigungen ab, seien aber genehmigungsfähig. Ich frage mich dennoch, wie jetzt schon 10 Monate ins Land ziehen können, ohne dass der Eigentümer daran denkt, die nötigen Formulare einzureichen. Die nächste Brandverhütungsschau durch die Feuerwehr sei übrigens in diesem Jahr vorgesehen.

 

Mietvertrag des ASD – keine Mietminderung erachtet, trotz laufenden Schadens

 

Der Allgemeine Soziale Dienst zahlt inklusive Nebenkosten 64.611,60 € Jahresgesamtmiete. Bis 30.06.2024 läuft der aktuelle Mietvertrag für die gesamt 364,44 m² großen Räume mindestens. Ein Wasserschaden, verursacht durch einen Rohrbruch, würde momentan behoben. Für eine Mietminderung würde „derzeit keine Erfordernis“ gesehen.

 

Ich bleibe für Sie dran. Es darf nicht so weiter gehen. Das EKZ verfällt, die Mieter, Pächter und Anwohner dürfen nicht die Verlierer sein.

 

Weitere Inhalte über das Problem-Einkaufszentrum in Steilshoop:

https://www.abendblatt.de/hamburg/wandsbek/article228287325/Unhaltbare-Zustaende-die-Haspa-verlaesst-Steilshoop.html

https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg/geheimnis-ekel-vermieter-steilshoop-56641892.bild.html

 

 

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