Viele Menschen in Steilshoop erleben ihren Alltag seit Jahren als Belastung. Sie fragen sich zu Recht, wann Politik nicht nur reagiert, sondern endlich strukturell handelt. Genau hier setzt die CDU an: Mit einem umfangreichen Antrag in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert die CDU, Steilshoop ganzheitlich neu aufzustellen – sozial, medizinisch, sicherheitspolitisch und infrastrukturell. Ziel ist klar: den Versorgungsnotstand beenden, staatliche Verantwortung wieder sichtbar machen und Vertrauen zurückgewinnen.
Die Ausgangslage: Ein Stadtteil unter Dauerbelastung
Steilshoop ist kein „Problemstadtteil“, sondern ein Stadtteil mit massiven strukturellen Defiziten, die sich über Jahre aufgebaut haben. Viele Bewohnerinnen und Bewohner berichten von einem Gefühl des Alleingelassenseins. Ordnungsprobleme, fehlende staatliche Präsenz, eingeschränkte Mobilität und eine dramatisch verschlechterte medizinische Versorgung prägen den Alltag.
Dabei ist wichtig festzuhalten: Gewalt, Einschüchterung und Regelverstöße sind niemals akzeptabel. Gleichzeitig darf der Staat sich nicht zurückziehen. Sicherheit, Ordnung und Daseinsvorsorge müssen dauerhaft und sichtbar gewährleistet sein.
Medizinische Versorgung: Akuter Notstand
In Steilshoop leben rund 20.000 Menschen. Heute gibt es dort nur noch zwei Hausärzte in einer einzigen Praxis – nicht barrierefrei, nur über Treppen erreichbar. Noch 2020 waren es zehn Hausarztpraxen. Für viele ältere, chronisch kranke oder mobilitätseingeschränkte Menschen ist eine reguläre ärztliche Versorgung faktisch kaum noch möglich.
Die CDU fordert deshalb:
- Sofortmaßnahmen, um Versorgungslücken zu schließen
- Mobile Containerlösungen als Übergang, damit Ärztinnen und Ärzte schnell vor Ort arbeiten können
- Ein kommunal getragenes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) als strukturelle Lösung
Das ist kein Experiment, sondern ein bewährtes Modell, das in anderen Regionen bereits erfolgreich funktioniert.
Mobilität: U5-Baustelle darf nicht zur sozialen Barriere werden
Durch den Bau der U5 haben sich Wege verlängert, Haltestellen wurden verlegt, Wetterschutz fehlt. Für viele Menschen – insbesondere Ältere – ist der Weg zum Arzt oder Einkauf deutlich schwieriger geworden.
Die CDU fordert:
- Niedrigschwellige Shuttle-Angebote zu Ärzten und Versorgungszentren
- Wettergeschützte, barrierefreie Ersatzhaltestellen
- Eine klare Verantwortung des Senats, die Belastungen der Großbaustelle abzufedern
Soziale Infrastruktur und Jugend
Ein Stadtteil dieser Größe mit dieser sozialen Struktur kommt nicht mit einem einzigen Streetworker aus. Prävention, Jugendarbeit und verlässliche Ansprechpartner sind entscheidend, um Eskalationen zu verhindern und Perspektiven zu schaffen.
Die CDU fordert daher eine deutliche Aufstockung der sozialen Arbeit und eine Stärkung der bestehenden Einrichtungen.
Sicherheit und staatliche Präsenz
Steilshoop hat keine eigene Polizeistation, trotz wiederkehrender Eskalationen. Kurze Wege, feste Ansprechpartner und dauerhafte Präsenz fehlen. Dabei stehen sogar geeignete Flächen im EKZ Steilshoop zur Verfügung.
Die CDU fordert:
- Eine feste Polizeistation direkt in Steilshoop
- Sichtbare staatliche Präsenz als Grundlage für Sicherheit und Vertrauen
Das Ziel: Ein neuer Ansatz für Steilshoop
Mit ihrem Antrag macht die CDU klar: Steilshoop darf nicht länger nur verwaltet oder punktuell beruhigt werden. Der Stadtteil braucht eine koordinierte Gesamtstrategie, die medizinische Versorgung, Mobilität, Sicherheit und soziale Infrastruktur zusammendenkt.
Die Botschaft ist eindeutig:
👉 Steilshoop stabilisieren heißt, Verantwortung übernehmen.
👉 Nicht reden, sondern handeln – ganzheitlich, verbindlich und dauerhaft.

