Die neuesten Zahlen des Statistikamts Nord für das Berichtsjahr 2024 zeigen ein klares Bild: Steilshoop ist ein junger, vielfältiger und urban geprägter Stadtteil mit großem Entwicklungspotenzial. Der Stadtteil zeichnet sich durch eine starke Nachbarschaft, viele Familien und eine hohe kulturelle Vielfalt aus.
Mit 19.902 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört Steilshoop zu den kompakten, aber dicht besiedelten Stadtteilen im Bezirk Wandsbek.
Ein junger Stadtteil mit vielen Familien
Steilshoop ist deutlich jünger als viele andere Hamburger Stadtteile. 20,4 Prozent der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt – ein Wert, der über dem Durchschnitt des Bezirks und der Gesamtstadt liegt. Gleichzeitig sind 19,4 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner 65 Jahre oder älter.
Die Zahlen zeigen: In Steilshoop leben viele Familien mit Kindern, zugleich aber auch zahlreiche ältere Menschen, die den Stadtteil seit Jahrzehnten prägen.
Vielfalt prägt Steilshoop
Steilshoop ist international und kulturell vielfältig. 28,9 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Insgesamt haben 59,8 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund.
Besonders deutlich wird dies bei den jungen Menschen: 79,5 Prozent aller unter 18-Jährigen haben einen Migrationshintergrund. Damit ist Steilshoop ein Stadtteil, in dem Vielfalt längst Alltag und Stärke zugleich ist.
Haushalte: Familien stark vertreten
In Steilshoop gibt es 9.950 Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 2,0 Personen und damit über dem Hamburger Durchschnitt.
21,6 Prozent aller Haushalte sind Haushalte mit Kindern – ebenfalls ein überdurchschnittlicher Wert. Gleichzeitig liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte bei 49,0 Prozent.
Das zeigt: Steilshoop ist sowohl Heimat vieler Familien als auch Wohnort für Singles und ältere Alleinlebende.
Urbanes Wohnen mit viel Potenzial
Steilshoop verfügt über 9.219 Wohnungen in 978 Wohngebäuden. Die durchschnittliche Wohnungsgröße liegt bei 72,7 Quadratmetern.
Charakteristisch für den Stadtteil ist der hohe Anteil größerer Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen. Nur 3,7 Prozent der Wohnungen befinden sich in Ein- und Zweifamilienhäusern. Steilshoop ist damit klar urban geprägt.
Zugleich spielen geförderte Wohnungen eine wichtige Rolle: 21,7 Prozent aller Wohnungen sind Sozialwohnungen – deutlich mehr als im Bezirks- und Stadtvergleich.
Infrastruktur im Wandel
Steilshoop verfügt laut Statistikamt Nord im Berichtsjahr 2024 über:
- 11 Kindertageseinrichtungen
- 3 Grundschulen
- 6 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
- 1 Apotheke
Diese Zahlen zeigen grundsätzlich eine vorhandene Infrastruktur für Familien und den Alltag im Stadtteil.
Bei der medizinischen Versorgung hat sich die Lage inzwischen jedoch verändert: Durch Platzmangel, die laufende Modernisierung des Einkaufszentrums Steilshoop sowie die Bauarbeiten rund um die künftige U5 haben sich in der Zwischenzeit erhebliche Veränderungen ergeben. Derzeit gibt es nach aktuellem Stand nur noch eine Hausarztpraxis und eine Kinderarztpraxis im Stadtteil.
Gerade deshalb bleibt die Sicherung und der Ausbau der ärztlichen Versorgung ein zentrales Thema für Steilshoop.
Herausforderungen am Arbeitsmarkt
Rund 7.098 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte leben in Steilshoop. Die Beschäftigungsquote liegt bei 56,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 11,3 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt des Bezirks und Hamburgs.
Die Zahlen zeigen, dass Steilshoop weiterhin gezielte Unterstützung bei Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung braucht.
Stabiler Stadtteil mit Entwicklungschancen
Im Berichtsjahr 2024 gab es 1.340 Zuzüge und 1.290 Fortzüge. Daraus ergibt sich ein leicht positives Wanderungssaldo von 50 Personen. Steilshoop bleibt damit ein gefragter Wohnstandort.
Die aktuellen Daten des Statistikamts Nord zeigen: Steilshoop ist ein junger, familienorientierter und vielfältiger Stadtteil mit starker Gemeinschaft. Gleichzeitig bestehen soziale Herausforderungen, die weiter angegangen werden müssen.
Mit Investitionen in Wohnungsbestand, Bildung, Nahversorgung und der künftigen U5-Anbindung stehen die Chancen gut, dass Steilshoop in den kommenden Jahren weiter an Attraktivität gewinnt. Entscheidend wird sein, dass auch die medizinische Versorgung wieder gestärkt wird. Der Stadtteil hat großes Potenzial – und eine starke Basis dafür.

