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Steilshoop in Zahlen: Ein Stadtteil mit vielen jungen Menschen und großen sozialen Herausforderungen

Rund 20.000 Menschen leben in Steilshoop. Ein Blick in die aktuellen Zahlen des Statistikamtes Nord zeigt einen Stadtteil, der jung, vielfältig und dicht besiedelt ist – zugleich aber vor besonderen sozialen Herausforderungen steht.

Steilshoop ist ein Stadtteil mit einer ganz eigenen Struktur. Ende 2025 lebten hier 19.842 Menschen. Auf einer vergleichsweise kleinen Fläche ergibt das eine Bevölkerungsdichte von 7.942 Einwohnern je Quadratkilometer – mehr als dreimal so viel wie im Hamburger Durchschnitt.

Auffällig ist vor allem die vergleichsweise junge Bevölkerung. 20,1 Prozent der Steilshooper sind jünger als 18 Jahre, während 19,4 Prozent 65 Jahre oder älter sind. Zum Vergleich: In ganz Hamburg liegt der Anteil der unter 18-Jährigen bei 16,5 Prozent. Steilshoop ist damit insbesondere ein Stadtteil mit vielen Kindern und Jugendlichen.

Ein vielfältiger Stadtteil

Diese junge Bevölkerung ist zugleich ausgesprochen vielfältig. 29,1 Prozent der Einwohner besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Noch deutlicher wird die Vielfalt beim Blick auf den Migrationshintergrund: 2025 hatten 60,9 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Bei den unter 18-Jährigen lag der Anteil sogar bei 80,6 Prozent. Der Wert ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen.

Auch die Haushaltsstruktur ist interessant. In Steilshoop gibt es knapp 9.900 Haushalte. Fast die Hälfte davon sind Einpersonenhaushalte. Gleichzeitig leben in mehr als jedem fünften Haushalt Kinder. Bei den Haushalten mit Kindern liegt der Anteil der Alleinerziehenden bei 32,9 Prozent und damit deutlich über dem Hamburger Durchschnitt von 25,8 Prozent.

Arbeit und soziale Lage

Die Zahlen zur sozialen Situation zeigen gleichzeitig, dass Steilshoop vor erheblichen Herausforderungen steht. Ende 2025 bezogen 3.842 Menschen Leistungen nach dem SGB II. Das entspricht 19,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Besonders deutlich wird die Situation bei Kindern: 32,2 Prozent der unter 15-Jährigen lebten in Mindestsicherung.

Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich dieser Unterschied. Gleichzeitig waren 2025 7.155 Steilshooper sozialversicherungspflichtig beschäftigt, entsprechend 56,4 Prozent der 15- bis unter 65-Jährigen. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,3 Prozent.

Damit wird deutlich: Steilshoop ist kein Stadtteil, den man allein anhand seiner Hochhäuser oder seiner Bevölkerungsdichte beschreiben kann. Hier leben viele junge Menschen und Familien, gleichzeitig ist ein vergleichsweise großer Teil der Bevölkerung auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Bildung spielt eine zentrale Rolle

Das spiegelt sich auch im Bildungsbereich wider. Im Schuljahr 2025 besuchten 1.352 Schülerinnen und Schüler aus Steilshoop die Sekundarstufe I. 71,8 Prozent von ihnen gingen auf eine Stadtteilschule, 24,2 Prozent auf ein Gymnasium. Zum Vergleich: Hamburgweit lag der Anteil der Gymnasiasten in dieser Altersgruppe bei 44,9 Prozent.

Für die Betreuung jüngerer Kinder stehen im Stadtteil elf Kindertageseinrichtungen zur Verfügung.

Sicherheit: differenziertes Bild

Auch bei der Kriminalität lohnt sich ein genauer Blick. 2025 wurden in Steilshoop 1.197 Straftaten registriert – 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark ging die Gewaltkriminalität zurück: Von 547 Fällen im Jahr 2024 auf 387 Fälle im Jahr 2025, ein Rückgang um 29,3 Prozent. Die Aufklärungsquote bei allen Straftaten lag bei 42,9 Prozent.

Das Bild ist allerdings nicht in allen Bereichen positiv: Die Zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen stieg von 56 auf 78 Fälle. Gleichzeitig gingen Wohnungseinbrüche von 21 auf 13 Fälle zurück.

Ein Stadtteil im Wandel

Die Zahlen zeichnen damit ein durchaus widersprüchliches, aber interessantes Bild: Steilshoop ist jung, vielfältig und dicht besiedelt. Viele Familien und Kinder prägen den Stadtteil. Gleichzeitig sind Arbeitslosigkeit und der Bezug von Sozialleistungen deutlich höher als im Hamburger Durchschnitt.

Gerade deshalb sind Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung, Wohnumfeld und soziale Infrastruktur für die weitere Entwicklung des Stadtteils von besonderer Bedeutung. Die Statistik zeigt dabei nicht nur Probleme, sondern auch das Potenzial: Steilshoop hat eine große und junge Bevölkerung, die den Stadtteil in den kommenden Jahrzehnten prägen wird.

Steilshoop auf einen Blick

  • 19.842 Einwohner
  • 7.942 Einwohner/km²
  • 20,1 % unter 18 Jahre
  • 60,9 % mit Migrationshintergrund
  • 11,3 % Arbeitslosenquote
  • 19,4 % SGB-II-Bezug
  • 32,2 % der unter 15-Jährigen in Mindestsicherung
  • 9.890 Haushalte
  • 1.197 Straftaten im Jahr 2025