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Steilshoop: Neue Details zur geplanten Buswendeanlage im Borchertring

Die Planungen für den Bebauungsplan Steilshoop 11 nehmen weiter Gestalt an. Eine ergänzende verkehrsgutachterliche Stellungnahme zeigt nun deutlich konkreter, wie die Verlängerung der Metrobuslinie 20 bis in den Borchertring umgesetzt werden soll. Dabei werden auch Auswirkungen sichtbar, über die der Senat bislang kaum gesprochen hat.

Metrobus 20 soll künftig im Borchertring wenden

Nach den Planungen soll die Metrobuslinie 20 künftig nicht mehr am S-Bahnhof Rübenkamp enden, sondern bis in den nordöstlichen Borchertring verlängert werden. Dort ist eine neue Buswendeanlage mit Ein- und Ausstiegshaltestellen vorgesehen. Hintergrund sind rund 200 geplante Wohnungen im Bereich des Bebauungsplans Steilshoop 11, die aus Sicht der Planer besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden werden sollen.

Die Gutachter gehen davon aus, dass künftig Gelenkbusse mit einer Länge von bis zu 18,75 Metern im bisherigen Wohngebiet verkehren sollen. Vorgesehen ist dabei, dass die Busse ausschließlich den östlichen Teil des Borchertrings befahren und anschließend an einer neu zu errichtenden Wendeanlage im Bereich des Otto-Burrmeister-Rings wenden.

Parkplätze könnten wegfallen

Besonders interessant ist, dass die Gutachter selbst auf Probleme durch parkende Fahrzeuge hinweisen. Der Borchertring sei an einigen Stellen zu schmal, wenn dort weiterhin am Fahrbahnrand geparkt werde. Um einen zuverlässigen Busverkehr zu ermöglichen, halten sie es für erforderlich, den ruhenden Verkehr neu zu ordnen. Als mögliche Lösung wird sogar ein vollständiges Parkverbot auf einzelnen Abschnitten genannt. Alternativ könnten Begegnungsstellen mit Halteverbot eingerichtet werden.

Wie viele Parkplätze tatsächlich entfallen würden, bleibt allerdings weiterhin offen. Genau diese Frage hatte ich bereits an den Senat gestellt. Die Antwort lautete, dass dies erst im Rahmen der späteren Straßenplanung untersucht werde.

Bäume müssen vermutlich gefällt werden

Auch beim Thema Bäume wird es konkreter. Das Gutachten stellt ausdrücklich fest, dass für den Bau der Buswendeanlage Baumfällungen erforderlich werden. Wie viele Bäume betroffen sind, solle allerdings erst im weiteren Planungsverfahren geprüft werden. Ebenso werde erst später untersucht, welche Ersatzpflanzungen möglich sind.

Neue Vorfahrtsregelung geplant

Ein weiterer Punkt dürfte viele Anwohner überraschen: Die heute im Borchertring geltende Rechts-vor-links-Regelung soll nach Empfehlung der Gutachter zugunsten einer Vorfahrt auf dem Borchertring aufgegeben werden. Damit soll der Busverkehr beschleunigt werden. Gleichzeitig weisen die Gutachter selbst darauf hin, dass eine solche Änderung zu höheren Fahrgeschwindigkeiten führen könne – auch wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit nach ihrer Einschätzung weiterhin eingehalten werde.

Haltestellen, Fahrradständer und Beleuchtung

Neben der Buswendeanlage sind weitere Veränderungen vorgesehen. Geplant werden neue Ein- und Ausstiegshaltestellen, barrierefreie Zuwegungen, Fahrradabstellanlagen sowie Anpassungen der Straßenbeleuchtung. Auch hierfür müssten bestehende Parkflächen teilweise umgebaut werden.

Viele offene Fragen bleiben

Nach Auffassung der Gutachter ist die Busanbindung grundsätzlich möglich und die Leistungsfähigkeit der Kreuzungen ausreichend. Gleichzeitig räumen sie aber ein, dass zahlreiche Detailfragen – etwa zu Parkplätzen, Baumfällungen oder der endgültigen Straßenaufteilung – erst in späteren Planungsschritten beantwortet werden.

Ich werde die weiteren Planungen weiterhin kritisch begleiten. Gerade die Auswirkungen auf die Anwohner, den Baumbestand und die ohnehin angespannte Parksituation müssen aus meiner Sicht transparent dargestellt werden, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.

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