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Steilshoop: Öffentlicher Durchgangsweg durch Kleingartenanlage Hinsch-Grund – Stadt lässt Verein mit Schäden und Kosten allein

Durch die Kleingartenanlage KGV 541 Hinsch-Grund in Steilshoop verläuft ein stark genutzter Durchgangsweg. Fußgänger, Radfahrer, ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen nutzen diese Verbindung. Nach Angaben des Vereins ist der Weg durch das Bezirksamt Wandsbek entsprechend als Durchgangsweg ausgeschildert.

Das Problem: Um den Zustand des Weges soll sich der Kleingartenverein weitgehend selbst kümmern.

Seit Jahren entstehen insbesondere nach starken Regenfällen erhebliche Schäden. Wasser spült Material weg, es bilden sich Löcher und Unebenheiten. Der Verein hat immer wieder auf eigene Kosten und mit viel Eigenleistung versucht, den Weg begehbar zu halten.

Nach dem Starkregen am 31. Juli 2026 ist die Situation erneut deutlich schlechter geworden. Der Verein sagt inzwischen klar, dass er die notwendigen Arbeiten finanziell nicht mehr alleine stemmen kann.

Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) hatte in der Vergangenheit zumindest einmal die Kosten für die Lieferung von Material übernommen. Eine weitere Unterstützung wird nun jedoch abgelehnt. Der LIG verweist auf die vertragliche Verantwortung des Landesbundes der Gartenfreunde beziehungsweise des Vereins. Auch das Bezirksamt sieht nach Darstellung des LIG keine eigene Verpflichtung.

Damit wird der Verein aus meiner Sicht zu sehr allein gelassen.

Natürlich gibt es Verträge und geregelte Zuständigkeiten. Aber wenn die Stadt einen Weg durch eine Kleingartenanlage als Durchgangsverbindung ausweist und damit die Nutzung durch die Allgemeinheit unterstützt, kann sie sich anschließend nicht einfach darauf zurückziehen, dass Unterhaltung, Kosten und Verkehrssicherung allein Sache des Vereins seien.

Für mich gilt: Wenn die Stadt einen Weg für die Öffentlichkeit ausweist, muss sie sich auch um dessen Zustand kümmern und darf die Kosten nicht einfach beim Kleingartenverein abladen.

Hinzu kommt: Es hilft niemandem, immer wieder Löcher aufzufüllen, wenn der nächste Starkregen das Material erneut wegspült. Statt immer neuer provisorischer Reparaturen braucht es eine dauerhafte Lösung für den Weg.

Ich habe deshalb den Senat gefragt, welche konkreten Möglichkeiten LIG, Bezirksamt oder andere Stellen der Stadt haben, den KGV 541 bei einer dauerhaften Instandsetzung finanziell oder durch eigene bauliche Maßnahmen zu unterstützen. Außerdem möchte ich wissen, welche Möglichkeiten seit 2024 bereits geprüft wurden und warum sie gegebenenfalls verworfen oder bis heute nicht umgesetzt worden sind.

Ehrenamtliche Kleingärtner können nicht auf Dauer für einen öffentlich genutzten und ausgeschilderten Durchgangsweg zur Kasse gebeten und mit dem Problem allein gelassen werden. Hamburg muss hier gemeinsam mit dem Verein eine tragfähige Lösung finden.