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Steilshoop: Rattenbefall in Kita Gropiusring: Kinder müssen vorerst drinnen bleiben

In der Kita Gropiusring sorgt ein erheblicher Rattenbefall derzeit für Einschränkungen. Nach Angaben des Trägers Elbkinder dürfen die Kinder aktuell nicht im Garten spielen und werden vorerst ausschließlich im Gebäude betreut. Das Außengelände und der Innenhof sind abgesperrt. Eine Fachfirma zur Schädlingsbekämpfung ist im Einsatz und kontrolliert die Situation täglich.

Bereits im Juli hatte die Kita die Eltern über Ratten auf dem Gelände informiert. Damals waren Köder ausgelegt und das Außengelände gesperrt worden. In einer aktuellen Elterninformation vom 18. August 2026 heißt es nun, dass sich weiterhin viele Ratten im Garten befinden.

Nach Angaben der Kita hat die beauftragte Schädlingsbekämpfungsfirma im Gebäude und im Garten Giftköder ausgelegt. Diese seien für die Kinder nicht erreichbar. In den eigentlichen Gruppenräumen seien bislang keine Spuren von Ratten festgestellt worden. Betroffen gewesen sei allerdings die Zwischendecke über der Küche und dem Mitarbeiterraum. Das Mittagessen werde deshalb derzeit von einem Caterer geliefert.

Die Kita weist zugleich darauf hin, dass das Problem nicht allein das eigene Grundstück betrifft. Im Stadtteil gebe es bereits seit vielen Jahren ein Rattenproblem. Auch auf benachbarten Grundstücken seien Ratten beobachtet worden. Die Einrichtung appelliert deshalb an Eltern und Anwohner, Lebensmittelreste und Abfälle konsequent zu beseitigen und Müll ausschließlich in geschlossenen Behältern zu entsorgen.

Auch die Kita selbst hat weitere Maßnahmen angekündigt. Müllbehälter im Außenbereich sollen vorerst entfernt werden. Fenster sollen nur gekippt werden, um zu verhindern, dass Ratten von außen in das Gebäude gelangen. Die Türen zum Gebäude sollen konsequent geschlossen bleiben.

Besonders problematisch ist die Situation für die Kinder: Gerade in den Sommermonaten fällt mit dem gesperrten Garten ein wichtiger Spiel- und Bewegungsbereich weg. Auf dem Gelände sind Absperrungen und Maßnahmen der Schädlingsbekämpfung sichtbar.

Nach Angaben der Kita steht sie wegen der Situation auch mit dem Bezirksamt sowie dem Amt für Hygiene und der Kita-Aufsicht in Kontakt. Gemeinsam solle beraten werden, wie das Rattenproblem im Stadtteil gelöst werden könne.

Der Fall zeigt damit ein Problem, das über das Gelände der Kita Gropiusring hinausgeht. Wenn Ratten bereits auf mehreren Grundstücken auftreten, reicht die Bekämpfung auf einem einzelnen Kita-Gelände auf Dauer kaum aus. Entscheidend wird sein, mögliche Nahrungsquellen und Rückzugsorte im Umfeld zu beseitigen und die Bekämpfung zwischen Grundstückseigentümern, Einrichtungen und zuständigen Behörden abzustimmen.

Für Eltern bleibt zunächst die Einschränkung bestehen: Die Kinder werden in der Kita Gropiusring vorerst nur im Haus betreut. Die Schädlingsbekämpfer kontrollieren die Lage nach Angaben der Einrichtung weiterhin täglich. Über Veränderungen will die Kita die Eltern regelmäßig informieren.