Nach jedem Wochenende zeigt sich in Steilshoop dasselbe traurige Bild: Überquellende Müllberge, wild abgelegter Sperrmüll, verdreckte Wege. Von Freitagabend bis Montagmorgen verwandelt sich das Quartier regelmäßig in eine Müllkippe – und das, obwohl die Stadtreinigung werktags zuverlässig aufräumt und alles wieder in Ordnung bringt. Doch am Wochenende, wenn die Kolleginnen und Kollegen auch einmal Pause und Erholung brauchen, eskaliert die Situation immer wieder aufs Neue.
Das Problem ist längst hausgemacht. Während man den bezirklichen Ordnungsschutz abgeschafft hat, sollen nun die Waste-Watcher der Stadtreinigung kontrollieren und sanktionieren. Doch sie sind personell völlig unterbesetzt und laufen viel zu selten durch Steilshoop. Sanktionen? Fehlanzeige. Den „Unbelehrbaren“ wird seit Monaten hinterhergeräumt, anstatt sie konsequent zur Verantwortung zu ziehen. Genau das führt dazu, dass manche sich fühlen, als könne man Müll einfach dann hinwerfen, wenn gerade niemand hinschaut.
Für die Mieterinnen und Mieter hat das gravierende Folgen. Die Reinigungskosten explodieren – und schlagen direkt in den Nebenkosten durch. Immer mehr Menschen schreiben mir, dass sie keine Lust mehr haben, für den Müll anderer zu bezahlen. Einige sprechen sogar davon, Steilshoop ganz zu verlassen. Wenn dieser Trend anhält, verliert das Quartier engagierte, zahlende Bewohnerinnen und Bewohner, während das Problem immer weiter anwächst.
Das dürfen wir nicht zulassen. Steilshoop muss sauber, ordentlich und sicher bleiben. Dafür braucht es wieder echte Kontrolle vor Ort, klare Sanktionen und genug Personal, um die Regeln auch am Wochenende durchzusetzen. Die ehrlichen Mieter dürfen nicht länger die Zeche für die Rücksichtslosigkeit einiger Weniger zahlen. Jetzt ist der Senat in der Pflicht, endlich zu handeln.

