Steilshoop ist Schauplatz eines neuen deutschen Spielfilms: Das Drama „Lord“ von Regisseurin Caren Wuhrer wurde im Frühjahr 2026 fast vollständig in unserem Stadtteil gedreht. Von insgesamt nur 21 Drehtagen fanden 18 in Steilshoop statt. Nun feiert der Film beim FilmFest Hamburg seine Weltpremiere.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Frauen, deren Lebenswelten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: die 17-jährige Lord, die von Armut betroffen am Hamburger Stadtrand aufgewachsen ist, und die 78-jährige Betty. Aus der Begegnung der beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Verbindung.
Steilshoop ist mehr als nur Kulisse
Für den Film wurde Steilshoop nicht zufällig ausgewählt. Bereits während der Vorbereitung war Regisseurin Caren Wuhrer immer wieder im Stadtteil unterwegs. Sie besuchte Jugendhäuser und führte Gespräche mit Jugendlichen und Verantwortlichen, um den Stadtteil und das Leben vor Ort kennenzulernen.
Eine besondere Herausforderung war die Suche nach den passenden Wohnungen für die beiden Hauptfiguren. Laut Drehbuch mussten Lord und Betty im selben Haus direkt nebeneinander wohnen. Die Produktion suchte deshalb zwei geeignete Wohnungen in Steilshoop, die gleichzeitig in das vergleichsweise kleine Budget des Debütfilms passten.
Dabei half jemand, der Steilshoop sehr gut kennt: Aykut Akcil ist im Stadtteil aufgewachsen und arbeitete bei „Lord“ erstmals als Motivaufnahmeleiter. Nach Angaben des Produzenten Markus Mayr war seine Ortskenntnis für die Dreharbeiten von großer Bedeutung. Akcil kannte zahlreiche Menschen und Orte im Stadtteil und half der Produktion unter anderem dabei, eine der beiden benötigten Drehwohnungen zu finden.
Damit ist Steilshoop bei „Lord“ nicht einfach irgendeine austauschbare Großstadtkulisse. Der Stadtteil, seine Wohnungen und seine Strukturen bilden einen wesentlichen Teil der Geschichte.
18 Drehtage mitten in Steilshoop
Gedreht wurde im Frühjahr 2026. Das gesamte Filmprojekt musste mit lediglich 21 Drehtagen auskommen – 18 davon fanden in Steilshoop statt. Das Budget betrug 1,15 Millionen Euro. Entstanden ist „Lord“ im Rahmen des Nordlichter-Talentprogramms von NDR, nordmedia und der MOIN Filmförderung.
Auch für Hauptdarstellerin Lina Isabell Sturm ist der Film etwas Besonderes: Sie spielt erstmals in einem Langfilm mit. Gefunden wurde sie bei einem offenen Casting mit mehr als 400 Bewerberinnen und Bewerbern.
Menschen aus Steilshoop bei der Premiere dabei
Am 27. September 2026 um 18:30 Uhr feiert „Lord“ seine Weltpremiere im CinemaxX Dammtor beim FilmFest Hamburg. Neben Cast und Filmcrew sollen auch Menschen aus Steilshoop dabei sein, die ihre Wohnungen oder andere Orte für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt haben.
Wer den Film dort nicht sehen kann, bekommt später eine weitere Gelegenheit: „Lord“ soll in den kommenden Monaten in der ARD-Mediathek und im NDR Fernsehen zu sehen sein.
Für Steilshoop ist der Film auf jeden Fall etwas Besonderes: Ein großer Teil eines neuen norddeutschen Spielfilms ist direkt im Stadtteil entstanden – mit Steilshooper Drehorten, Unterstützung aus dem Quartier und einem Motivaufnahmeleiter, der selbst hier aufgewachsen ist.
Weitere Eindrücke gibt es hier:
https://moin-filmfoerderung.de/aktuelles/2026/09/25/ein-nordlicht-aus-steilshoop
https://story.ndr.de/nordlichter-2026/nordlichter-2026/lord/index.html

