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Stillstand auf dem Sportplatz Am Stühm-Süd: Wohnungen geplant – Sportfläche droht dauerhaft verloren zu gehen

Seit Jahren liegt der ehemalige Sportplatz Am Stühm-Süd in Bramfeld brach. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen regelmäßig nach, wie es mit der Fläche weitergeht. Bereits 2021 hatte die Stadt entschieden, den Platz für Wohnungsbau zu nutzen. Doch seitdem ist vor Ort kaum etwas passiert.

Geplant ist auf dem Gelände ein größeres Wohnprojekt. Vorgesehen sind 114 Wohnungen in mehreren Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern, zusätzlich eine Seniorenwohnanlage sowie eine Tiefgarage und Stellplätze. Ursprünglich sollte auch eine Kindertagesstätte entstehen. Dieses Element der Planung wurde inzwischen jedoch geändert: Statt einer Kita soll nun eine Wohnpflegegemeinschaft Teil des Projekts werden. Dafür muss ein neuer Bauvorbescheid beantragt werden.

Nach Angaben des Senats verzögert sich das Vorhaben außerdem durch ein laufendes Klageverfahren gegen den Bauvorbescheid. Solange dieses Verfahren nicht abgeschlossen ist, kann auch das Grundstück noch nicht vergeben werden. Ein konkreter Zeitplan für den Baustart ist deshalb weiterhin unklar.

Kritik gibt es vor allem am Verlust der Sportfläche. Der Platz wurde über viele Jahre von Vereinen genutzt. Schon heute kämpfen viele Sportvereine in Bramfeld mit überlasteten Anlagen und langen Wartelisten. Der Wegfall eines der letzten Großspielfelder verschärft diese Situation zusätzlich.

Besonders problematisch ist aus Sicht vieler Engagierter im Stadtteil, dass die angekündigte Ausweichsportfläche an der Bramfelder Chaussee bis heute nicht saniert wurde. Damit entfällt nicht nur der ursprüngliche Sportplatz, sondern auch die versprochene Ersatzlösung bleibt bislang aus.

Dabei könnte der Platz Am Stühm-Süd vergleichsweise einfach wieder hergerichtet werden und insbesondere für Bramfeld-Nord eine wichtige Sportfläche darstellen. Gerade in einem wachsenden Stadtteil wäre zusätzlicher Platz für Training und Jugendmannschaften dringend notwendig.

Der Wohnungsbau ist wichtig – doch wenn dafür Sportflächen wegfallen, braucht es funktionierende Alternativen. Ohne Ersatz droht Bramfeld dauerhaft eine wichtige Sportanlage zu verlieren.

Weitere Details zum aktuellen Stand des Projekts finden sich im Bericht des Hamburger Abendblatts.

https://www.abendblatt.de/hamburg/wandsbek/article411444911/114-wohnungen-auf-sportplatz-in-bramfeld-geplant-darum-steht-das-projekt-still.html