Skip to content Skip to footer

Strom gemeinsam nutzen und Geld sparen: So funktioniert das neue Energy Sharing

Mit der Einführung des sogenannten Energy Sharing wird sich ab dem 1. Juni 2026 einiges für Bürgerinnen und Bürger ändern. Hinter dem etwas sperrigen Begriff steckt eine eigentlich einfache Idee: Menschen können selbst erzeugten Strom – zum Beispiel vom eigenen Dach – mit anderen teilen und gemeinsam nutzen.

Was bedeutet das konkret?

Stellen Sie sich vor, in Ihrer Straße oder in Ihrem Wohnblock gibt es mehrere Häuser mit Solaranlagen. Der Strom, der dort produziert wird, kann künftig nicht nur vom Eigentümer genutzt werden, sondern auch von Nachbarn oder anderen Beteiligten.

Das heißt:

  • Der Strom bleibt in der Nachbarschaft
  • Mehr Menschen profitieren von erneuerbarer Energie
  • Weniger Strom muss teuer eingekauft werden

Welche Vorteile haben Sie persönlich?

Weniger Stromkosten

Wer günstigen, selbst erzeugten Strom nutzt, kann langfristig deutlich sparen. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise ist das ein echter Vorteil.

Mehr Unabhängigkeit

Sie sind weniger abhängig von großen Energieanbietern und deren Preisen.

Beteiligung an der Energiewende

Statt nur zuzuschauen, können Sie aktiv Teil der Energiewende werden – direkt vor Ihrer Haustür.

Stärkere Nachbarschaft

Wenn mehrere Haushalte gemeinsam Energie nutzen, entsteht oft auch mehr Zusammenarbeit im Quartier.

Wo liegt aktuell noch das Problem?

So gut die Idee ist – ganz so einfach ist die Umsetzung noch nicht:

  • Es fehlen vielerorts noch die nötigen modernen Stromzähler
  • Die Abrechnung ist kompliziert, da weiterhin Gebühren und Abgaben anfallen
  • Netzbetreiber müssen ihre Systeme erst anpassen
  • Konkrete Projekte in Hamburg sind bisher noch kaum sichtbar

Energy Sharing ist eine große Chance: Bürger können künftig ihren Strom selbst erzeugen, teilen und dabei Geld sparen.

Aber: Noch ist das Ganze eher ein Startschuss als eine fertige Lösung. Damit die Menschen wirklich profitieren, müssen Technik und Regeln schnell einfacher und praxistauglich werden.

– Drucksache 23/3757 –