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Stromkosten runter – Schluss mit der Benachteiligung des Nordens: Jetzt müssen wir endlich vom Windstrom profitieren

Seit Jahren tragen Hamburg und der Norden einen Großteil der Energiewende. Tausende Windkraftanlagen prägen den Norden, Leitungen werden gebaut und Anwohner nehmen Belastungen in Kauf. Gleichzeitig zahlen ausgerechnet die Menschen und Unternehmen im Norden oftmals höhere Strompreise und Netzentgelte als viele Regionen im Süden.

Das ist nicht länger hinnehmbar.

Während Bayern, Baden-Württemberg und Hessen jahrzehntelang von einer einheitlichen Strompreiszone profitiert haben, mussten die norddeutschen Länder die Kosten des massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien schultern. Die Folgen sind bekannt: Immer wieder muss Windstrom abgeregelt werden, weil die Netze überlastet sind. Gleichzeitig laufen im Süden fossile Kraftwerke weiter. Diese ineffiziente Steuerung kostet jedes Jahr Milliarden Euro – bezahlt von den Stromkunden.

Jetzt gibt es erstmals einen konkreten Vorschlag, dies zu ändern: Schleswig-Holstein, Hamburg und Westdänemark könnten eine gemeinsame Strompreiszone bilden. Ziel ist es, den Windstrom dort zu nutzen, wo er entsteht – mit günstigeren Strompreisen für Bürger und Unternehmen sowie besseren Bedingungen für Industrie, Wasserstoffproduktion und neue Investitionen. Studien zeigen, dass eine solche Zone mehr als 91 Prozent erneuerbaren Strom erreichen könnte und erhebliche wirtschaftliche Vorteile bietet.

Doch ausgerechnet die Bundesregierung bremst diese Diskussion aus. Das überrascht kaum. Die Interessen der großen Flächenländer im Süden unterscheiden sich naturgemäß von denen des Nordens. Wer heute von einer einheitlichen Strompreiszone profitiert, hat wenig Interesse daran, die Vorteile gerechter zu verteilen.

Für uns in Hamburg gilt jedoch: Unsere Interessen müssen endlich stärker berücksichtigt werden.

Wir haben über Jahre den Ausbau der Windenergie mitgetragen. Wir haben hohe Netzentgelte bezahlt. Wir haben akzeptiert, dass Windkraftanlagen abgeschaltet werden, weil der Strom nicht abtransportiert werden kann. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Menschen und Unternehmen im Norden endlich auch einen echten Vorteil aus diesem Ausbau ziehen müssen.

Eine Reform der Stromgebotszone bedeutet nicht, dass der Netzausbau überflüssig wird. Beides gehört zusammen. Aber solange die Stromautobahnen fehlen, darf der Norden nicht dauerhaft benachteiligt werden.

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert deshalb den Senat auf, sich gegenüber der Bundesregierung und auf europäischer Ebene für eine ergebnisoffene Prüfung einer neuen Stromgebotszone einzusetzen. Ziel muss sein, die Kosten des Stromsystems zu senken, den Windstrom besser regional zu nutzen und Hamburg als Industrie-, Hafen- und Wasserstoffstandort nachhaltig zu stärken.

Unser Ziel ist klar: Wer die Lasten der Energiewende jahrelang getragen hat, muss jetzt endlich auch von ihren Vorteilen profitieren.

Quelle: Antrag der CDU-Bürgerschaftsfraktion „Faire Strompreise und effiziente Netznutzung: Reform der Stromgebotszone prüfen – Hamburgs Chancen sichern“

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