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Tauwasser läuft in Aufzugsschacht – Anwohner berichten von stundenlanger Unsicherheit im Edwin-Scharff-Ring

Im Edwin-Scharff-Ring  kam es am Dienstag, den 13.01.2026 zu einem beunruhigenden Vorfall: Tauwasser vom Dach drang über mehrere Stunden in den Aufzugsschacht ein. Anwohner berichten, dass bereits am Vormittag gemeldet wurde, dass Wasser sichtbar in den Schacht läuft – dennoch blieb die Situation lange unklar.

Nach Schilderungen aus dem Haus war mehr als drei Stunden nach der ersten Meldung zwar ein Zettel am Aufzug angebracht, ein Handwerker jedoch nicht vor Ort. Besonders kritisch wurde wahrgenommen, dass zunächst nicht eindeutig erkennbar war, ob der Aufzug vollständig stromlos geschaltet war. Später stellte sich heraus: Der Aufzug selbst war außer Betrieb, das Licht im Fahrstuhl aus. An den Bedientasten lag jedoch offenbar weiterhin Spannung an, was bei den Bewohnerinnen und Bewohnern große Sorge auslöste.

Mehrere Anwohner schildern, dass sie wiederholt auf eine mögliche Gefährdung hingewiesen und dringend eine vollständige Abschaltung gefordert haben. Die Rückmeldung lautete demnach, man arbeite an einem „Schadensplan“ und werde in den kommenden Tagen informieren. Erst nach weiterem Nachdruck wurde zugesichert, dass die Situation geprüft wird.

Besonders betroffen sind laut Anwohnerberichten Mieterinnen und Mieter der oberen Etagen (8., 7. und 6. Stock), bei denen sich das Wasser über Leitungen und Schächte bis in angrenzende Wohnungen seinen Weg bahnte. Zwar ließ der Wassereintritt im Laufe des Nachmittags nach, Entwarnung gab es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.

Nach aktuellem Stand bestand offenbar keine akute Lebensgefahr durch Strom, da der Aufzug abgeschaltet war. Dennoch bleibt bei vielen die Frage, warum eine klare, sofort erkennbare Sicherung und Kommunikation so lange auf sich warten ließ – gerade bei einem sensiblen Thema wie Wasser in Verbindung mit elektrischen Anlagen.

Das Gebäude wird von SAGA verwaltet. Mehrere Betroffene wollen nun direkt Kontakt aufnehmen und eine zügige Klärung sowie nachhaltige Maßnahmen einfordern.

Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig schnelles Handeln, transparente Information und eindeutige Sicherheitsmaßnahmen sind – insbesondere in großen Wohnanlagen, in denen viele Menschen gleichzeitig betroffen sein können.