Wieder verliert Bramfeld ein kleines, inhabergeführtes Fachgeschäft. Der Optiker Rolfs hat sein Geschäft geschlossen. Auf einem Aushang im Schaufenster informiert der Inhaber seine Kundinnen und Kunden, dass er in den Ruhestand geht und leider keinen Nachfolger für das Geschäft gefunden hat.
„Liebe Kunden, ich gehe in Rente! Ab sofort bleibt das Geschäft geschlossen. Leider habe ich keinen Nachfolger gefunden. Ich danke meiner Kundschaft für die netten Jahre!“, heißt es auf dem Zettel im Schaufenster.
Für viele Menschen im Stadtteil ist das eine schlechte Nachricht. Gerade kleinere Fachgeschäfte prägen das Gesicht eines Quartiers und bieten persönliche Beratung, die große Ketten oft nicht leisten können. Viele Stammkunden haben über Jahre oder sogar Jahrzehnte ihre Brillen bei Optiker Rolfs anfertigen lassen.
Die Schließung zeigt einmal mehr ein Problem, das in vielen Stadtteilen zu beobachten ist: Immer häufiger finden Geschäftsinhaber keinen Nachfolger mehr, wenn sie in den Ruhestand gehen. Damit verschwinden nach und nach gewachsene Strukturen der Nahversorgung.
Für Bramfeld bedeutet das erneut ein Stück weniger Vielfalt im Einzelhandel. Während große Filialisten weiterhin expandieren, wird es für kleine, inhabergeführte Geschäfte immer schwieriger, wirtschaftlich zu bestehen oder eine Nachfolge zu finden.
Viele Anwohner hoffen nun, dass sich bald eine neue Nutzung für die Fläche findet – idealerweise wieder ein Geschäft, das zur Nahversorgung und zur Lebendigkeit des Stadtteils beiträgt. Denn jeder Leerstand schwächt am Ende das lokale Zentrum.


