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U-Bahnhof Farmsen: Provisorien statt Lösungen – Sicherheit nur auf Sicht gewährleistet?

Am U-Bahnhof Farmsen mehren sich die Hinweise von Fahrgästen auf einen problematischen baulichen Zustand der Bahnsteige. Insbesondere provisorische Ausbesserungen, Unebenheiten und Übergangslösungen sorgen vor Ort für Verunsicherung – nicht zuletzt wegen möglicher Stolpergefahren.

Der Senat bestätigt nun indirekt diese Wahrnehmung: Ein ungewöhnlich harter und langanhaltender Winter zu Jahresbeginn habe den Zustand der Bahnsteige zusätzlich verschlechtert. Um die Verkehrssicherheit kurzfristig zu gewährleisten, seien an mehreren Stellen provisorische Beläge eingebaut worden. Zudem würden regelmäßige Begehungen stattfinden, bei denen Schäden identifiziert und beseitigt werden.

Doch genau hier liegt das Problem: Statt einer nachhaltigen Lösung wird aktuell vor allem mit Übergangsmaßnahmen gearbeitet. Für die Fahrgäste bedeutet das über einen längeren Zeitraum hinweg einen Zustand, der zwar kontrolliert, aber nicht grundlegend verbessert wird.

Die umfassende Sanierung des U-Bahnhofs – einschließlich Bahnsteig- und Dacharbeiten – ist zwar geplant, erfolgt jedoch abschnittsweise über mehrere Jahre hinweg und unter laufendem Betrieb. Konkrete Angaben zum Baufortschritt einzelner Maßnahmen oder zu den Gesamtkosten bleiben weiterhin aus. Auch ein verbindlicher Zeitplan für die vollständige und dauerhafte Instandsetzung der betroffenen Bahnsteigflächen wird bislang nicht genannt.

Fest steht: Die aktuelle Situation ist ein Provisorium mit offenem Ende. Gerade an einem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt wie Farmsen sollte jedoch ein sicherer und verlässlicher Zustand der Infrastruktur selbstverständlich sein – nicht nur perspektivisch, sondern im Hier und Jetzt.

Die entscheidende Frage bleibt daher unbeantwortet: Wann wird aus den provisorischen Flickstellen endlich eine nachhaltige Lösung?

 

– Drucksache 23/3807 –