Auf der jüngsten Stadtteilkonferenz Bramfeld (Ort: Brakula) standen zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Neben aktuellen Informationen zum Bau der U5 wurden das Bramfelder Stadtteilfest, Fragen der Sicherheit sowie verschiedene Anliegen aus dem Stadtteil diskutiert. Nicolai Timpner (CDU), für Sie im Regional- und Bauprüfausschuss, fasst die Konferenz für Sie zusammen:
U5-Bau schreitet sichtbar voran
Die Hochbahn berichtete über den aktuellen Stand der Arbeiten an der künftigen U5-Haltestelle Bramfeld. Die bis zu 36 Meter tiefen Schlitzwände der Baugrube sind inzwischen vollständig hergestellt. Der eigentliche Aushub der Baugrube hat bereits begonnen. Die spätere Sohle der Haltestelle wird rund 22 Meter unter der Oberfläche liegen.
Auch beim Bau des Fußgängertunnels unter der Bramfelder Chaussee gibt es Fortschritte. Der westliche Abschnitt wurde bereits fertiggestellt. Aktuell wird am östlichen Teil gearbeitet.
Eine besondere Herausforderung stellt die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit dar. Während sich im westlichen Bereich vergleichsweise stabile Böden befinden, ist der östliche Teil sehr sandhaltig. Dort muss der Aushub unter Wasser erfolgen, damit kein Grundwasser in die Baugrube eindringt. Für die Arbeiten kommen sogar Taucher zum Einsatz, die Sedimente unter den Stützkonstruktionen lösen, damit diese anschließend von Baggern entfernt werden können.
Die Tunnelbohrmaschine soll Ende 2027 am Rübenkamp starten und Ende 2028 die Haltestelle Bramfeld erreichen.
Eine weitere gute Nachricht für Autofahrer: Nach Angaben der Hochbahn soll die Bramfelder Chaussee ab etwa Mai 2027 wieder vierspurig befahrbar sein.
Klargestellt wurde zudem, dass die neue U5-Haltestelle nicht als Schutzraum für den Bevölkerungsschutz genutzt werden wird.
AK Denkmal mit Neuigkeiten zum Bau der Kriegerdenkmal-Kommentierung
Der Arbeitskreis Denkmal informiert darüber, dass die Bauarbeiten am Kleinen Bramfelder See derzeit laufen. Eine bestehende Drainage ist defekt und muss erneuert werden. Das Denkmal würde mit weniger Holzstelen als geplant auskommen müssen, da Kostensteigerungen sonst unvermeidlich wären. Das Holz wäre ursprünglich aus Russland gekommen, was nun nicht mehr möglich ist.
Gut Karlshöhe stellt seine Angebote vor
Die Hamburger Klimaschutzstiftung präsentierte die vielfältigen Angebote des Guts Karlshöhe. Jährlich besuchen rund 500 Schulklassen und etwa 150 Kita-Gruppen das Umweltzentrum.
Neben zahlreichen Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene gibt es jeden Donnerstag um 16 Uhr einen Mitmachgarten. Außerdem können Interessierte Patenschaften für verschiedene Tierarten auf dem Gelände übernehmen. Die Gastronomie ist derzeit nur samstags und sonntags zum Brunch geöffnet.
Polizei informiert über Taschendiebstahl
Die Polizei nutzte die Stadtteilkonferenz, um über die zunehmende Zahl von Taschendiebstählen zu informieren. Seit 2021 sei ein Anstieg von rund zehn Prozent zu verzeichnen.
Den Bürgerinnen und Bürgern wurden verschiedene Tipps gegeben. So sollten Wertsachen möglichst nah am Körper getragen und nicht im Rucksack oder in Taschen am Rollator aufbewahrt werden. Auch empfiehlt die Polizei, wichtige Karten und Dokumente auf verschiedene Taschen zu verteilen.
Interessant: Im Alltag genügt häufig bereits ein Foto von Ausweis oder Führerschein auf dem Smartphone, da die Polizei die Gültigkeit der Dokumente bei Kontrollen digital überprüfen kann.
Im Falle eines Diebstahls sollten Bankkarten nicht nur über den Sperrnotruf 116 116, sondern zusätzlich über das sogenannte KUNO-Verfahren bei der Polizei gesperrt werden. Dadurch werden auch missbräuchliche Zahlungen per Unterschrift verhindert.
Diskussionen um Glascontainer und Radverkehr
Unter den Themen aus dem Stadtteil wurde unter anderem die Situation der Glascontainer auf dem Bramfelder Marktplatz angesprochen. Nach Ansicht mehrerer Teilnehmer stellen diese eine Gefahrenquelle für Nutzer des benachbarten Skaterplatzes dar. Als möglicher neuer Standort wurde der Bereich zwischen Haus der Jugend und Bücherhalle vorgeschlagen.
Auch die Führung des Radverkehrs im Bereich der U5-Baustelle wurde diskutiert. Der Wunsch nach zusätzlichen Verkehrsspiegeln wurde von der Polizei jedoch direkt zurückgewiesen. Spiegel auf öffentlichem Grund seien problematisch, da dauerhaft jemand für Wartung und Pflege verantwortlich sein müsse.
Vorfreude auf das Bramfelder Stadtteilfest
Vom Freitag bis Sonntag findet wieder das Bramfelder Stadtteilfest statt. Besucher können sich auf ein umfangreiches kostenloses Kinderprogramm freuen. Angeboten werden unter anderem ein Werkzeugführerschein und verschiedene Bastelaktionen.
Das traditionelle Feuerwerk findet am Samstagabend statt. Nach Angaben der Veranstalter wird in den Tagen danach eine gründliche Reinigung des Geländes erfolgen.
Für Aufmerksamkeit dürfte auch die diesjährige Stadtteilwette sorgen: Am Samstag um 18 Uhr müssen 500 Menschen gemeinsam Karaoke singen. Gelingt dies, spendet die Marktplatz Galerie Geld für ein Projekt zur Förderung ehrenamtlichen Engagements.
U-Bahn-Schaukasten vor dem Brakula vor dem Aus
Ein Stück Bramfelder Stadtteilgeschichte wird in Kürze verschwinden. Der bekannte U-Bahn-Schaukasten vor dem Brakula ist nicht mehr reparabel und soll innerhalb der nächsten vier Wochen abgebaut werden.
Über Jahrzehnte galt die symbolische U-Bahn als Mahnmal und Erinnerung an den Wunsch vieler Bramfelder nach einem U-Bahn-Anschluss. Nun wird geprüft, ob die Hochbahn künftig möglicherweise die Front eines ausgemusterten DT4-Zuges als neuen Schaukasten zur Verfügung stellen könnte. Dies würde dem traditionsreichen Standort eine besondere Nachfolgelösung ermöglichen.
In der kommenden Sitzung sollen Vertreter von NABU oder BUND über invasive Pflanzenarten informieren. Die nächste Sitzung der Stadtteilkonferenz Bramfeld findet am 9. September statt.

