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U5-Baustelle – Eiszeit-Fund in Bramfeld: 22-Tonnen-Findling bei U5-Bau entdeckt – Chance für ein echtes Wahrzeichen

Auf der Baustelle der neuen U5-Haltestelle in Bramfeld wurde am 20. März ein außergewöhnlicher Fund gemacht: Ein gewaltiger Findling kam bei den Aushubarbeiten ans Tageslicht. Der rund 22 Tonnen schwere Granitblock misst etwa 3,2 x 2,5 x 2,1 Meter und stammt aus der Saale-Eiszeit – er ist damit rund 200.000 Jahre alt.

Der Fund sorgte selbst auf der Großbaustelle für Aufsehen. In etwa sieben Metern Tiefe stieß die Baggerschaufel auf den Stein, woraufhin die Arbeiten kurzzeitig unterbrochen wurden. Auch Fachleute des Geologischen Landesamtes waren schnell vor Ort, um den Fund einzuordnen. Solche Findlinge sind selten und zeugen von der gewaltigen Kraft der Gletscher, die einst Norddeutschland prägten.

Für die Bergung wurde ein Spezialkran eingesetzt, der den tonnenschweren Koloss vorsichtig aus der Baugrube hob. Aktuell wird der Findling auf der Baustelle zwischengelagert. Nun beraten das Geologische Landesamt, das Bezirksamt Wandsbek und die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH darüber, wo der Stein künftig seinen Platz finden soll.

Aus Sicht vieler wäre es wünschenswert, den Findling direkt in Bramfeld zu belassen – idealerweise sogar als Teil der neuen U5-Haltestelle. Ob im Eingangsbereich oder am Bahnsteig: Der Findling könnte zu einem echten Hingucker und identitätsstiftenden Element für den Stadtteil werden. Gerade bei großen Infrastrukturprojekten bietet sich hier die seltene Gelegenheit, Geschichte sichtbar zu machen und dauerhaft erlebbar zu halten.

Die Bauarbeiten an der U5 gehen unterdessen planmäßig weiter. Mit der geplanten Fertigstellung im Jahr 2033 wird Bramfeld deutlich besser an die Innenstadt angebunden sein.

Mehr Informationen zum Fund gibt es hier:
https://schneller-durch-hamburg.de/u5-bramfeld-findling