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U5-Baustelle: Sturz auf dunklem Baustellenweg: Provisorische Platten werden zur Gefahr – Hochbahn muss handeln

Was als notwendige Baustellenführung gedacht ist, wurde abends für eine Bramfelderin zur schmerzhaften und hochgefährlichen Erfahrung. Auf dem offiziell ausgewiesenen Weg entlang der U5-Baustelle – zwischen HASPA und Steakhouse Cordoba – kam es zu einem schweren Sturz. Ursache: fehlende Beleuchtung und gefährlich verlegte provisorische Bodenplatten.

Die Anwohnerin wandte sich mit einem Hilferuf und eindrücklichen Bildern an mich. Die Schilderung macht betroffen – und wütend zugleich.

Nach drei schweren Wirbelsäulen-Operationen Anfang Januar 2025, mit Implantaten und neun Schrauben, ist sie noch immer auf einen Gehstock angewiesen. Gerade Menschen wie sie sind auf sichere, barrierearme Wege angewiesen. Doch genau das Gegenteil war der Fall.

Der ausgewiesene Baustellenweg war komplett unbeleuchtet. Die dort ausgelegten Stahlplatten lagen teilweise schief, mit offenen Kanten und Absätzen – eine Stolperfalle im Dunkeln. Trotz größter Vorsicht verlor die Anwohnerin den Halt und stürzte. Nur mit Glück landete sie auf dem Bauch. Das Knie wurde verletzt, Kleidung und persönliche Gegenstände beschädigt.

Besonders erschütternd: Nach Ihrer Schilderung beobachtete die Baustellenaufsicht den Sturz – ohne zu helfen. Unterstützung kam stattdessen von Gästen aus dem Restaurant.

Noch gravierender: Die Anwohnerin hatte die Gefahrenstellen bereits zuvor bei Arbeitern angesprochen. Passiert ist nichts.

Die Fotos zeigen eindeutig:

  • instabile Übergänge der Platten
  • gefährliche Höhenversätze
  • verschmutzte, rutschige Oberflächen
  • keinerlei Beleuchtung oder Absicherung der Stolperstellen

Hier geht es nicht um einen „bedauerlichen Einzelfall“, sondern um ein strukturelles Sicherheitsproblem auf einem offiziellen Fußweg.

Die Hochbahn trägt als Bauherrin Verantwortung dafür, dass provisorische Wege sicher, beleuchtet und barrierefrei sind – insbesondere an einem Standort mit vielen älteren Menschen, mobilitätseingeschränkten Personen und Besucherströmen.

Ich habe den Vorfall bereits weitergegeben.  Solche Zustände dürfen gar nicht erst entstehen.

👉 Wer ebenfalls gefährliche Situationen auf Baustellenwegen erlebt oder beobachtet, sollte diese unbedingt melden – idealerweise mit Fotos und genauer Ortsangabe. Nur so entsteht Handlungsdruck.

Für die Anwohnerin bleibt neben den Schmerzen nun auch die berechtigte Frage nach Haftung und Schadenersatz für beschädigte Kleidung und Gegenstände. Auch hier ist die Hochbahn gefordert, Verantwortung zu übernehmen.

Baustellen sind notwendig. Gefährliche und dunkle Wege sind es nicht.