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Über 102.600 Hunde in Hamburg: Zahl nahezu verdoppelt – Mischlinge und Labrador Retriever am beliebtesten – über 800 als gefährlich eingestufte Hunde

Hamburg ist längst eine Hundestadt. Aktuell sind 102.602 Hunde registriert (Stand März 2026). Noch im Jahr 2012 lag die Zahl bei lediglich 59.479 Hunden. Damit hat sich die Hundepopulation innerhalb von gut einem Jahrzehnt nahezu verdoppelt.

Diese Entwicklung stellt Politik und Verwaltung zunehmend vor Herausforderungen – bei Kontrolle, Infrastruktur und Zusammenleben im öffentlichen Raum.

Deutliche Zunahme in allen Bezirken

Besonders viele Hunde leben im Bezirk Wandsbek mit über 25.000 registrierten Tieren. Insgesamt kommen hamburgweit rund 53 Hunde auf 1.000 Einwohner. Die steigenden Zahlen zeigen: Hunde sind für viele Menschen ein fester Bestandteil des Alltags geworden.

Millionen-Einnahmen durch Hundesteuer

Die Stadt Hamburg profitiert finanziell erheblich von der Hundehaltung:

  • 2025: 5,62 Millionen Euro Einnahmen
  • 2026 (bis Februar): 2,04 Millionen Euro

Dem stehen Kosten gegenüber, etwa für Tierunterbringung, den Hundekontrolldienst oder die Bereitstellung von Gassi-Beuteln. Allein die Unterbringungskosten lagen 2025 bei rund 1,88 Millionen Euro.

Mischlinge und Labrador Retriever dominieren

Die mit Abstand häufigste „Rasse“ in Hamburg sind Mischlinge mit über 15.000 registrierten Hunden. Bei den Rassehunden liegt der Labrador Retriever klar vorne, gefolgt von Golden Retriever, Jack Russell Terrier und Französischer Bulldogge.

Die Beliebtheit zeigt: Gefragt sind vor allem familienfreundliche und anpassungsfähige Hunde.

883 als gefährlich eingestufte Hunde

In Hamburg sind insgesamt 883 Hunde als gefährlich eingestuft oder unterliegen einer entsprechenden Vermutung. Besonders häufig vertreten sind Rottweiler sowie verschiedene Terrier-Typen und deren Mischlinge. Die meisten dieser Hunde leben im Bezirk Wandsbek.

Verstöße: Vor allem Leinenpflicht und Meldepflichten

Die häufigsten Verstöße gegen das Hundegesetz betreffen alltägliche Regeln:

  • Missachtung der Leinenpflicht
  • Nicht eingehaltene Meldepflichten
  • fehlende oder nicht aufrechterhaltene Versicherung

Allein im Jahr 2025 wurden rund 185 Verstöße erfasst.

Kontrolle stößt an Grenzen

Trotz steigender Hundezahlen bleibt die personelle Ausstattung überschaubar: Der Hundekontrolldienst verfügt aktuell über weniger als acht Vollzeitstellen. Rechnerisch ist damit eine Stelle für mehr als 10.000 Hunde zuständig.

Auslaufzonen reichen kaum noch aus

Hamburg bietet derzeit 141 Hundeauslaufzonen sowie zusätzliche freigegebene Wege. Angesichts der stark gestiegenen Hundezahl wird jedoch zunehmend infrage gestellt, ob dieses Angebot langfristig ausreicht.

Hamburg entwickelt sich immer stärker zur Hundestadt. Die Zahl der Tiere wächst kontinuierlich, die Einnahmen steigen – doch gleichzeitig nehmen auch die Herausforderungen zu.

Vor allem bei Kontrolle, Flächenangebot und Einhaltung der Regeln zeigt sich: Mit der Entwicklung Schritt zu halten, wird für die Stadt zunehmend anspruchsvoll.

Über 100.000 Hunde in Hamburg zeigen, wie wichtig dieses Thema für unsere Stadt geworden ist. Die Zahlen machen aber auch deutlich: Wir brauchen mehr Kontrollen, ausreichend Auslaufflächen und vor allem klare Regeln, die auch durchgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass wenige Mitarbeitende für zehntausende Hunde zuständig sind. Wer Verantwortung für ein Tier übernimmt, muss sich auch an die Regeln halten – und die Stadt muss dafür sorgen, dass dies konsequent kontrolliert wird.

Die Zahl der registrierten Hunde in Hamburg ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2012 waren 59.479 Hunde gemeldet, 2013 bereits 64.250 und 2014 dann 69.138. Dieser Aufwärtstrend setzte sich 2015 mit 73.394 registrierten Hunden fort. Bis 2022 wuchs die Zahl weiter auf 105.363 Hunde an und erreichte 2023 mit 111.301 einen Höchststand. Im Jahr 2024 ging die Zahl erstmals leicht auf 105.961 zurück. Insgesamt hat sich die Hundepopulation in Hamburg seit 2012 nahezu verdoppelt.

Quelle: Drucksache 23-3402

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