Hamburg festigt seine Sonderstellung als deutsche Stiftungshochburg. Im Jahr 2025 wurden 24 neue Stiftungen anerkannt, davon zwölf mit gemeinnützigem Zweck. Allein diese neuen gemeinnützigen Stiftungen brachten rund 66 Millionen Euro zusätzliches Vermögen ein. Entscheidend ist jedoch der Gesamtblick: Die gemeinnützigen Stiftungen in Hamburg verfügen inzwischen über ein Vermögen von mehr als 12 Milliarden Euro.
Mit aktuell 1.539 Stiftungen ist Hamburg die stiftungsreichste Stadt Deutschlands. Auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt die Hansestadt bundesweit an der Spitze. Das zeigt die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Stiftungswesens für Hamburg – nicht nur als Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements, sondern auch als stabiler Faktor für langfristige Investitionen in das Gemeinwohl.
Die neu anerkannten Stiftungen setzen inhaltliche Schwerpunkte vor allem in den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Umwelt- und Naturschutz sowie soziale Aufgaben. Besonders häufig genannt werden Jugendhilfe, Erziehung und Bildung. Darüber hinaus finden sich Stiftungszwecke wie Hospizarbeit, Heimatpflege und Tierschutz. Diese thematische Breite verdeutlicht, wie vielfältig die Einsatzfelder des Stiftungskapitals in Hamburg sind.
Das enorme Gesamtvermögen von über 12 Milliarden Euro macht deutlich, welche Handlungsspielräume hier bestehen – etwa für innovative Projekte, langfristige Förderprogramme und nachhaltige gesellschaftliche Strukturen. Stiftungen wirken dabei häufig dort, wo staatliche Mittel begrenzt sind oder neue Lösungsansätze erprobt werden sollen.
Die Tradition des Stiftens reicht in Hamburg weit zurück. Die älteste Stiftung der Stadt wurde vor fast 800 Jahren gegründet: das Hospital zum Heiligen Geist. Diese lange Geschichte bildet das Fundament für die heutige starke Rolle des Stiftungswesens.
Für die rechtliche Anerkennung und Aufsicht der Stiftungen ist die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz zuständig. Sie begleitet Neugründungen, prüft die rechtlichen Voraussetzungen und unterstützt Stiftungen auch im laufenden Betrieb. Damit sorgt sie für verlässliche Rahmenbedingungen, unter denen das milliardenschwere Stiftungskapital in Hamburg dauerhaft wirken kann.

