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Übergangslösung in Containern: Neue Stadtteilschule am Turnierstieg in Bramfeld startet unter Provisorien

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums in Bramfeld plant die Stadt Hamburg den Bau einer neuen fünfzügigen Stadtteilschule am Standort Turnierstieg 24 – derzeit Sitz des Gymnasiums Osterbek. Während der Spatenstich für den Neubau erst 2028 erfolgen soll, wächst die neue Stadtteilschule Osterbek bereits seit dem Schuljahr 2024/25 im Bestandsgebäude am Turnierstieg 18 heran.

Doch der Platz reicht schon jetzt nicht mehr aus.

Containerlösung als Zwischenlösung – flexibel, aber nicht ideal

Um die wachsenden Schülerzahlen bis zur Fertigstellung des Neubaus aufzufangen, setzt die Stadt auf eine mobile Containerlösung: Ab dem Schuljahr 2025/2026 soll eine temporäre Klassenraumanlage errichtet werden. Diese wird schrittweise erweitert und laut Schulbehörde voraussichtlich bis 2028 in Betrieb bleiben.

Die mobilen Klassenräume bieten zwar kurzfristig Entlastung – sind jedoch nur ein Provisorium. Sie ermöglichen eine flexible Reaktion auf die tatsächliche Entwicklung der Schülerzahlen. Eine verlässliche Kostenprognose ist derzeit noch nicht möglich.

Neubau mit Zukunftsperspektive

Langfristig soll ein 15.000 m² großer Schulcampus entstehen – inklusive Fachräumen, Aula, Mensa, neuer Zweifeld-Sporthalle sowie Erhalt der bestehenden Dreifeldhalle. Alle Gebäude entstehen im nachhaltigen EG-40-Standard, mit geplanter DGNB-Gold-Zertifizierung, Gründächern und Photovoltaik-Anlage.

Bau in zwei Abschnitten ab 2028

Der Neubau erfolgt in zwei Bauabschnitten mit geplanter Fertigstellung bis 2031. Währenddessen teilen sich Gymnasium und Stadtteilschule die Bestandsgebäude und nutzen schrittweise die neu entstehenden Flächen.

Es ist gut, dass in Bramfeld endlich in zusätzliche Schulkapazitäten investiert wird. Aber klar ist auch: Eine Schule aus dem Container darf nicht zum Dauerzustand werden. Die Eltern müssen frühzeitig in die Planungen eingebunden werden – denn die Stadtteilschule Osterbek bleibt derzeit eine der wenigen Schulen mit hoher Ablehnungsquote. Der Bedarf ist riesig, und die Zeit drängt. Ich erwarte vom Senat, dass er nicht nur baut, sondern auch kommuniziert – offen, transparent und im Dialog mit den Familien vor Ort. Wie man den Anmeldezahlen entnehmen kann, wird die Stadtteilschule Osterbek regelrecht überrannt und die Schulbehörde musste viele Wünsche ablehnen. Die Schule macht offensichtlich trotz des provisorischen Raumangebots überragende Arbeit, die weiter fortgeführt werden muss.

Quelle: 23-00926

Quelle zu den Anmeldezahlen: https://www.sandrokappe.de/weiterfuehrende-schulen-in-bramfeld-steilshoop-und-farmsen-berne-anmeldezahlen-fuer-das-schuljahr-2025-26/