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Umfrage zu Social Commerce: „Gen Z“ in Hamburg kauft am häufigsten – Fast ein Viertel gerät in finanzielle Schwierigkeiten

Social Media ist längst mehr als Unterhaltung. Plattformen wie TikTok und Instagram entwickeln sich zunehmend zu digitalen Marktplätzen – auch in Hamburg. Besonders junge Menschen nutzen die Möglichkeit, Produkte direkt in der App zu kaufen. Doch der schnelle Klick birgt Risiken: Eine aktuelle repräsentative Umfrage der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz zeigt, dass viele junge Käuferinnen und Käufer dadurch bereits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Vor allem die sogenannte „Gen Z“ nutzt Social Commerce intensiv. Fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen in Hamburg hat schon einmal direkt über Social Media eingekauft. Damit liegt diese Altersgruppe deutlich vor älteren Generationen: Bei den 60- bis 74-Jährigen sind es lediglich sieben Prozent.

Die Studie zeigt zudem, dass Social Media gezielt spontane Kaufentscheidungen begünstigt. Mehr als ein Drittel der unter 40-Jährigen gibt an, bereits zu impulsiven Käufen durch Inhalte in sozialen Netzwerken verleitet worden zu sein. Insgesamt berichten rund 22 Prozent der unter 29-Jährigen, durch solche Käufe schon in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein.

Zentrale Ergebnisse der Umfrage im Überblick:
  • 27 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger haben bereits Produkte direkt über Social-Media-Apps gekauft.
  • 46 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen Social Commerce, bei den 60- bis 74-Jährigen sind es nur 7 Prozent.
  • Männer kaufen häufiger über Social Media ein als Frauen (32 Prozent gegenüber 22 Prozent).
  • 22 Prozent aller Befragten wurden bereits zu spontanen oder emotionalen Käufen verleitet – bei den unter 40-Jährigen sogar bis zu 36 Prozent.
  • 12 Prozent der Befragten gerieten durch Social-Media-Käufe in finanzielle Schwierigkeiten, bei den unter 29-Jährigen sind es 22 Prozent.
  • Nur gut die Hälfte der Käuferinnen und Käufer fühlt sich ausreichend über den tatsächlichen Vertragspartner informiert.
  • 86 Prozent der Befragten wünschen sich klare und einheitliche Regeln zur Kennzeichnung von Werbung und kommerziellen Inhalten.

Auffällig ist auch der Unterschied zwischen den Generationen beim Thema Regulierung: Während nur 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen Werbekennzeichnungen als sehr wichtig ansehen, sind es bei den über 60-Jährigen ganze 72 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen: Social Commerce wächst rasant – insbesondere bei jungen Menschen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Orientierung, Transparenz und Schutz vor finanziellen Risiken. Eine neue Checkliste soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, sichere Kaufentscheidungen in sozialen Medien zu treffen.

Mehr zu den Ergebnissen und die Checkliste finden Sie.